Werte halten die Gesellschaften, betonte Friedrich.

Friedrich: "Ich kämpfe für ein christliches Europa"

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat beim "Kongress christlicher Führungskräfte" in Leipzig über die Rolle des Glaubens in Staat und Gesellschaft und in seinem eigenen Leben gesprochen. Gemeinsame Werte bildeten eine Vertrauensbasis für die Gesellschaft, sagte der Minister.

"Es ist nötig, dass Christen nicht passiv sind, sondern sich aktiv zu den Werten und Maßstäben bekennen, die Jesus Christus in der Bibel gegeben hat", sagte Friedrich vor 3.000 Zuhörern in Leipzig. In seinem Vortrag "Ohne Werte ist kein Staat zu machen" legte er dar, wie bedeutend Werte für das gesellschaftliche Miteinander seien. "Ob meine Mitmenschen meine Werte teilen, ist für das Zusammenleben einer Gesellschaft von großer Wichtigkeit", erklärte er. "Gemeinsame Werte sind eine Vertrauensgrundlage. Wer meine Werte teilt, der ist für mich berechenbar."

Das christliche Menschenbild fordere, dass die Gesellschaft den Einzelnen als Individuum achte. "Kollektive Ideologien wie der Nationalsozialismus oder der Kommunismus rauben den Menschen Individualität, Kraft, Kreativität und Gestaltungsmöglichkeit." Werte seien wichtig für die persönliche Lebensplanung jedes Menschen: "Wer weiss, woher er kommt, was er will und was für ihn wertvoll ist, der ist selbstsicher, souverän und stark. Wem das fehlt, der ist anfällig für Bevormundung und Manipulation."

Dass die Werte unserer Gesellschaft auf einem christlichen Fundament beruhen, bedeute für Zuwanderer aus anderen religiösen und kulturellen Hintergründen, sich mit diesen Wertevorstellungen auseinanderzusetzen. Das Wertefundament Deutschlands habe dessen positive Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten erst möglich gemacht. "Der soziale Zusammenhalt hängt davon ab, ob es einen allgemeinen Konsens über Wertevorstellungen gibt", so Friedrich. "Alle, die hierher kommen, müssen aktiv daran mitwirken, dass diese Werte auch in Zukunft eine Rolle spielen."

Bundestags-Andacht meist ohne Friedrich

Bezogen auf sein persönliches Glaubensleben erklärte Friedrich: "Es tut schon gut zu wissen, dass man eine Orientierung hat. Die Werte unseres Glaubens schenken mir Gelassenheit." Die regelmäßigen Gebetstreffen in der Bundestags-Kapelle halte er für etwas "ganz fundamentales", weil Christen jenseits von Partei- und Fraktionsgrenzen miteinander ihren Glauben bekennen würden. Er selbst nehme aber nicht allzu oft daran teil.

Auch wenn Deutschland der EU-Verfassung ohne Gottesbezug zugestimmt habe, kämpfe und arbeite der Bundesinnenminister für ein christliches Europa. Friedrich sprach an, dass das Christentum die am häufigsten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt sei: "Der Kampf gegen Christenverfolgung ist ein Fundament dieser Regierung." Die Bundesregierung habe Menschenrechte und Christenverfolgung zu einem Maßstab bei Auslandsbesuchen erklärt.

Friedrich zeigte sich begeistert vom "Kongres christlicher Führungskräfte", dessen Wachstum er in den vergangenen Jahren beobachtet habe: "Wenn sich so viele Leute, die zur Elite unseres Landes gehören, zum christlichen Glauben bekennen, dann müssen wir uns keine Sorgen machen." (pro)

Von: mb

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