Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner

Evangelium als "Wettbewerbsvorteil"

Die Präsentation des Evangeliums könnte ein "Wettbewerbsvorteil gegen das aufstrebende China sein". Das sagte Anton Börner, Präsident des "Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), gegenüber der "Welt am Sonntag".

Börner, der mit seiner italienischen Ehefrau und seinem Sohn in Rom lebt, sagte auf die Frage, ob man den Menschen heute noch das Evangelium präsentieren könne: "Absolut. Das wird Europas Wettbewerbsvorteil gegen das aufstrebende China sein. Chinesen haben mir oft gesagt, dass sie wissen wollen: Wer erzählt uns eine Geschichte über uns und die Welt? Gibt es einen anderen Sinn als Geld?"

Dazu wolle er einen Beitrag leisten. "Gibt es für die Botschaft der Kirche einen Kunden, einen Markt? Oder haben wir da ein Produkt, das keiner will? Wissen Sie was? Die Kirche müsste hier in Italien aufstehen und diese Missstände anprangern. Aber Schweigen im Walde", so Börner.

Zum Unterschied zwischen Deutschen und Italienern sagt Börner: "Italien definiert sich seit jeher über die Verbindung zu einem Menschen. Nicht die Struktur steht im Vordergrund, sondern die persönliche Beziehung. Wenn die persönliche Beziehung nicht mehr auf einem Wertesystem fußt, wird sie korrumpierbar. Das wird hier seit 2000 Jahren gelebt: Oben gibt es einen Patron, der für seine Leute sorgt."

Zu einem Engagement in der Kirche sagt Börner: "Ich habe überhaupt kein Amt und bin ganz extern. Aber die Frage interessiert mich: Kann man das, was die Kirche tradiert, nicht in eine moderne Sprache übersetzen? Verstaubt die Lehre in alten Gemäuern oder ist es überlebensfähig? Daran arbeite ich mit."

Börner, der das vatikanische Gremium, das die Botschaft der Kirche neu nach Europa tragen soll, berät, sagt auf die Frage, ob sein Engagement Ausdruck kulturellen Interesses oder eigener Gläubigkeit sei: "Beides. Für mich ist Glauben auch Verstandessache. Und ich kann die Botschaft gut nachvollziehen." (pro)

Von: js

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus