Ludwig Georg Braun bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises

Christlicher Unternehmer für Lebenswerk geehrt

Der gläubige Protestant und Unternehmer Ludwig Georg Braun ist für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet worden. Das Kuratorium lobte Braun für seine "ständige Innovationsbereitschaft". Eine Reportage des Magazins "Stern" zeigt nun die persönliche Seite des Unternehmers.

Wenn die Familie mit dem Mittagessen wartet, ist Ludwig Georg Braun zur Stelle. Er zieht die Gemeinschaft im trauten Heim dem Kantinenrummel der Firma vor. Braun sorgt dafür, dass seine Mitarbeiter täglich per E-Mail eine fromme Botschaft erhalten. Er gehört zu den zehn reichsten Männern Deutschlands, unterstützt mit seinem Geld zahlreiche Stiftungen und opferte der Mitarbeit in der Synode der evangelischen Landeskirche für ihn vielleicht noch kostbarere Zeit. Und Braun erwirtschaftete mit seiner Braun AG im Jahr 2009 vier Milliarden Euro – das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, und das auch noch im Krisenjahr. Für seinen wirtschaftlichen Erfolg ist der 66-Jährige in der vergangenen Woche mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet worden. Der Facettenreichtum seines Lebens und sein "protestantisches Arbeitsethos" war dem "Stern" ein Porträt mit dem Titel "Der bescheidene Patriarch" wert.

Patriarch ohne Pomp und Tadel


Jeglicher hierarchischer Pomp und Tadel sei ihm fremd, zitiert das Magazin Braun. Das passt zu einem, der als Jugendlicher auf dem Bauernhof der Großeltern mithelfen musste. Seine Familie erkor ihn, als er 19 Jahre alt war, zum Chef des Familienunternehmens, obwohl Braun drei ältere Geschwister hat. Nach einer Lehre bei der Deutschen Bank und einigen Jahren im Ausland übernahm Braun den Medizintechnik-Hersteller im Jahr 1977. "Mittlerweile gibt es kaum noch ein Krankenhaus auf der Erde, das ohne Braun-Produkte arbeitet", schreibt der "Stern". "Alles offen, alles ehrlich" laute die Unternehmensphilosophie.

Das Kuratorium des Deutschen Gründerpreises, zu dem auch der bekennende Christ Claus Hipp gehört, begründete die Entscheidung, Braun auszuzeichnen, nicht nur mit seinem Erfolg. Zwar habe er es einerseits geschafft eine 3.000-Mitarbeiter-Firma zu einem global aufgestellten Unternehmen zu formen, das mit über 50 ausländischen Standorten und mehr als 40.000 Arbeitnehmern zu den Besten der Welt gehöre. Aber auch die Familienpolitik der Firma sei vorbildlich. Sie biete flexible Arbeitszeiten, über 200 verschiedene Teilzeitmodelle und zahlreiche Angebote, die Karriere trotz familiärer Verpflichtungen möglich machten. Das entspricht Braun, der auf Anfrage der Auszeichner, was denn nun die beste Entscheidung seines Lebens gewesen sei, antwortete: "Meine Frau zu heiraten." Braun hat fünf Kinder und ist seit 35 Jahren verheiratet. Er selbst erklärte sein Erfolgsrezept gegenüber den Kuratoren so: "Wir haben oft gegen den Zeitgeist gehandelt und hatten den Mut, auch unpopulärere Entscheidungen zu treffen." (pro)

Von: AW

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