Kardinal Meisner: Christliche Manager sollten dienen

Guten Führungskräften gehe es nicht um äußeren Glanz, sondern um die Bereitschaft, anderen Menschen zu dienen. Das sagte der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, am Freitag in seinem Grußwort auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Düsseldorf. Heute lebe ein Großteil der Menschen nach dem Motto: "Ich diene gern – am liebsten in führenden Positionen."

Doch zu führen bedeute vor allem, Verantwortung zu übernehmen, betonte der Kardinal. "Der Schein darf nicht über das Sein triumphieren." Christliche Führungskräfte sollten sich aber immer "in der Nachfolge dessen begreifen, der nicht kam, um zu herrschen, sondern um zu dienen", so Meisner. Nach christlichem Ethos seien Christen in besonderer Weise dazu gerufen, Verantwortung zu übernehmen, weil Gott ihnen aufgetragen habe, die Welt mitzugestalten.

Unternehmer Hipp: Glaube kann Unternehmen helfen

Der weltweit größte Produzent von Babynahrung, Claus Hipp, sagte auf dem Kongress, der christliche Glaube könne die Unternehmensführung und den Umgang miteinander im Betrieb erleichtern. Ein Gläubiger könne beten, habe Hoffnung und sei dadurch "einfach stärker", sagte der katholische Unternehmer am Freitag in Düsseldorf. Der Glaube schenke zudem Einfühlungsvermögen und fördere die Demut.

Im Blick auf die Unternehmensführung sagte Hipp: "In den Zehn Geboten ist alles geregelt. Wenn wir nicht mehr hätten, könnten wir zumindest verantwortungsvoll handeln." Hipp bezeichnete den Glauben als sehr gerecht: "Der Bildungsstand ist kein Vorteil. Wir sollen wie die Kinder werden." Hipp sprach auch über die Ethik-Charta in seinem Unternehmen. Dazu gehöre der Grundsatz: "Wir wollen keinen kurzfristigen Erfolg, der auf zweifelhafte Weise zustande kommt."

Der Kongress christlicher Führungskräfte, der seit 1999 bereits zum sechsten Mal stattfindet, dauert noch bis Samstag. Veranstalter ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea in Zusammenarbeit mit der Firma tempus-Zeitplansysteme. (PRO/idea)

Von: pro/idea

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus