Deichmann im Bundestags-Journal: Als christliche Unternehmer in der Dritten Welt

B e r l i n (KEP) - Der christliche Unternehmer Heinz-Horst Deichmann hat im Journal des Deutschen Bundestages, "Blickpunkt Bundestag", über sinnvolle Investitionen in der Dritten Welt geschrieben. Er berichtet darin auch von den Projekten seiner eigenen christlichen Hilfsorganisation "Wort & Tat".

Unter dem Titel "Unternehmensethik und Globalisierung" schreibt Deichmann: "Die Missachtung von Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern auch gesamtwirtschaftlich unsinnig." Es sei wichtig, eine Volkswirtschaft nicht auszubeuten, sondern aufzubauen. Nur so könne "nachhaltiges und solides Wirtschaftswachstum entstehen" - und damit ein Markt.

"Ohne vernünftige Arbeits- und Umweltbedingungen entsteht keine Qualität", schreibt Deichmann, der Inhaber des gleichnamigen Schuheinzelhandelsunternehmens ist. Der gläubige Christ ist geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens.

Globalisierung bedeutet Hilfe für die Schwächsten

Für den Unternehmer ist klar: "Ohne menschliche Lebensbedingungen auf allen Kontinenten wird ein globales Zusammenleben immer schwieriger. Je mehr die Globalisierung fortschreitet, desto deutlicher wird, dass wir alle in einem Boot sitzen. Wenn an einer Stelle dauernd Wasser ins Boot läuft, haben bald alle nasse Füße."

Konkret bedeutet das für den Unternehmer einerseits wirtschaftliche Investitionen in Dritte-Welt-Ländern, aber auch soziales Engagement. Nicht nur in innovativen Industrie- und Forschungsbereichen sollten in den Schwellenländern Arbeitsplätze entstehen, "sondern gerade auch im traditionellen verarbeitenden, handwerklich orientierten Gewerbe".

Es sei wichtig, dass auch weniger gebildete Menschen "von den Früchten des globalen Handels" profitieren können, betont Deichmann. Er verweist auf die "Codes of Conduct" (Führungsrichtlinien), welche die meisten großen Firmen auf dem Markt aufgestellt hätten. Externe Prüfer kontrollierten, dass die Sozialstandards bei ihren Lieferanten eingehalten werden.

Sein eigenes Unternehmen habe "gute Erfahrungen" damit gemacht, über Partner in der jeweiligen Region Entwicklungshilfeprojekte vor Ort zu entwickeln.

"Wir sprechen auch über den Glauben"

Seit 1977 engagiert sich die sozial-missionarische Organisation "Wort & Tat" in Indien. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es Projekte in Tansania. "Wir handeln hier als Christen und sprechen mit den Menschen auch über unseren Glauben", so Deichmann. "Die Gewährung von Hilfe ist aber völlig unabhängig davon, welchen Glauben die Menschen in den jeweiligen Regionen haben", fügt er hinzu.

"Hilfe zur Selbsthilfe" und "Hilfe für die Ärmsten der Armen" ist somit das Motto des Unternehmens. "Wir spüren deutlich, dass wir mit diesen Aktivitäten nicht nur etwas geben, sondern mindestens genauso viel zurückbekommen", schreibt Deichmann, der Theologie und Medizin studierte, bevor er die Firma seines Vaters übernahm.

"Blickpunkt Bundestag" ist die Nachfolgepublikation der "Woche im Bundestag". Sie enthält Berichte aus dem Plenum und den Ausschüssen sowie weitere Hintergrundinformationen rund um den Bundestag. Mit einer Auflage von 50.000 erscheint sie acht bis neun Mal im Jahr. Den Artikel von Heinz-Horst Deichmann finden Sie auf der Internetseite des Magazins unter www.bundestag.de/blickpunkt/101_Debatte/0601/0601053.html

Von: js

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