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„Wir sind alle Wunderkinder“

Björn Amadeus Kahl beeindruckte bei der Musik-Show „The Voice“ nicht nur mit einer herausragenden Performance, sondern auch mit einem Bekenntnis zum christlichen Glauben. Mit pro hat er über Glauben, Musik und Erfolg gesprochen – und verraten, wer ihn vor dem Abheben schützt.
Von PRO
Björn Amadeus Kahl möchte mit seiner Musik Hoffnung vermitteln

Foto: SAT.1/ProSieben/Claudius Pflug

Björn Amadeus Kahl möchte mit seiner Musik Hoffnung vermitteln

pro: Du bist ein aufstrebender Musiker und heißt mit Zweitnamen Amadeus, so wie Mozart. Siehst du dich als Wunderkind?

Björn Amadeus Kahl: Nein. Wenn, dann sind wir alle Wunderkinder, die unterschiedliche Begabungen haben. Gott hat mir eine außergewöhnliche Stimme gegeben, vielleicht ist mein Platz wirklich auf einer Bühne. Andere arbeiten in einer Bank, haben genauso wertvolle Begabungen, und sind dort genau am richtigen Platz. Im Moment studiere ich Musikerziehung, im Hauptfach Popgesang. Schon vor The Voice war mein Ziel, professionell Musik zu machen und damit mein Geld zu verdienen. Deshalb ist die Sendung wirklich eine große Chance.

Wie fühlt man sich, wenn man da vorne steht und die Stühle, auf denen die Juroren sitzen, von hinten sieht? Die drehen sich ja erst dann um, wenn einem Juror gefällt, was er hört.

Es ist schon ein gewisser Druck da. Manche raten einem, nicht auf die Stühle zu gucken, sondern sich auf einen anderen Punkt zu konzentrieren. Ich hatte deswegen bis zum Schluss meine Augen zu. Erst als das Lied vorbei war, habe ich die Augen aufgemacht. Als ich zwischendurch den Applaus hörte, hatte ich schon gehofft, dass sich jemand umgedreht hat. Aber ich hatte ein richtig gutes Gefühl. Die Zuschauer sind richtig abgegangen. Da hatte ich auch keine Angst, die Augen zu öffnen.

Bei The Voice hast du „Keine ist wie du“ von Gregor Meyle interpretiert. Der Juror Rea Garvey wollte wissen, für wen du das Lied gesungen hast. Deine Antwort: „Ich wollte es für Gott machen.“ Warum?

Ich habe mir nicht vorgenommen, dass ich auf der Bühne unbedingt von Gott reden muss. Ich wollte mit The Voice nicht einfach berühmt werden, sondern versuchen, dass ich Gott damit die Ehre gebe. Das musste ich mir auch immer wieder sagen. Gar nicht einfach, da nicht den Fokus zu verlieren. Aber ich war bereit, in einer passenden Situation etwas über meinen Glauben zu sagen. Den Text an sich habe ich nicht auf Gott bezogen, das passt ja auch gar nicht. Stattdessen wollte ich meinen Auftritt Gott widmen, weil er mir meine Stimme gegeben hat. Als dann die Frage kam, war genau diese passende Situation eingetreten.

Wie haben die Zuschauer auf deinen Auftritt reagiert?

Ich habe sehr viele Nachrichten bekommen. Christen haben mir geschrieben, dass sie ermutigt wurden, dass sie mir Gottes Segen wünschen. Und dass sie es toll finden, wenn sich jemand bei einer Musikshow vor so vielen Menschen als Christ bekennt.

Wie gehst du damit um, im Mittelpunkt zu stehen?

Ich lese nicht alles, was über mich geschrieben wird. Es ist vielleicht ganz gut, wenn ich nicht alles mitbekomme. Aber auf persönliche Facebook-Nachrichten antworte ich, das finde ich wichtig. Ich möchte damit zeigen, dass ich es sehr wertschätze, wenn mir jemand einen netten Kommentar schreibt. Falls ich mal eine Karriere haben werde, möchte ich das nicht für mich machen. Ich will für Gott leben. Das ist nicht einfach, aber ich will es versuchen. Ich habe eine supertolle Freundin, die mich auch glaubenstechnisch unterstützt. Sie und meine Familie würden es nie zulassen, dass ich abhebe.

Du hast in einem Backstage-Video „Oceans“ gesungen, ein Lobpreislied von Hillsong. Wie kamst du dazu?

Ich habe mir vorher keine großen Gedanken gemacht. Gerade bei englischen Liedern neigt man dazu, die Worte einfach zu singen, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht. Aber als ich den Text vorher beleuchtete, wurde mir klar, wie schön er ist. Ich dachte gar nicht daran: Jetzt bist du auch noch ein Zeugnis mit „Oceans“. Trotzdem fanden das viele Zuschauer im Nachhinein toll. Und wenn Hillsong dadurch auch nochmal bekannter wird: Voll gut!

Was möchtest du mit deiner Musik vermitteln?

Ich will mit meinen Liedern Hoffnung geben. Ich singe zwar auch Liebeslieder, Gott hat Beziehungen schließlich geschaffen. Ich will vermitteln, dass aus etwas Schwerem auch etwas Gutes werden kann. Dass man nicht aufgeben soll. Lieder, die neuen Glauben schenken.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Nicolai Franz.
https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/musik/detailansicht/aktuell/voice-of-germany-saenger-bekennt-sich-als-christ-89711/
https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/musik/detailansicht/aktuell/nonne-singt-fuer-jesus-und-gewinnt-the-voice-of-italy-88272/
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