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Wikipedia mit Spendenrekord

Die Online-Enzyklopädie "Wikipedia" kann in diesem Jahr einen neuen Spendenrekord verbuchen. 20 Millionen Dollar haben die Nutzer für die Dienste des Web-Lexikons gespendet und damit die Zahlen aller voran gegangenen Jahre übertroffen.
Von PRO

Foto: wikipedia/pro

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hätten seit Mitte November weltweit mehr als eine Million Menschen dem nicht-kommerziellen Projekt Geld gespendet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen der amerikanischen Stiftung "Wikimedia Foundation".



Seit 2003 rufen die Wikipedia-Betreiber jedes Jahr zu Spenden auf, um den Betrieb des kostenlosen und werbefreien Lexikons zu finanzieren. Unter den Spendern befinden sich auch Großspender wie Google-Gründer Sergey Brin und seine Frau Anna Wojcicki, die 500.000 Dollar beisteuerten. Das Geld soll in diesem Jahr für Server und in den Ausbau mobiler Dienste investiert werden. Zudem sei auch die Entwicklung neuer Funktionen sei geplant.



Wie der Nachrichtendienst "kress" mitteilt, hätte sich die Zahl der Spender seit 2008 verzehnfacht, während die Einnahmen von 4,5 Millionen auf 20 Millionen Dollar gestiegen seien. Die "Wikimedia Foundation" hat demnach für 2011 und 2012 Ausgaben in Höhe von 28,3 Millionen Dollar veranschlagt.



470 Millionen Menschen nutzen das Lexikon im Monat



In Deutschland sammelt der deutsche Förderverein des Projekts "Wikimedia Deutschland" sogar noch bis Freitag, um das veranschlagte Spendenziel von 3,8 Millionen Euro zu erreichen. Bis dato fehlen noch 100.000 Euro. Das anvisierte Spendenziel war im Herbst zunächst kritisiert worden, da die Summe potenzielle Spender vergraulen könnte. Eine der wenigen deutschen Tageszeitungen, die bisher Spenden für sich einwirbt ist die Tageszeitung "taz".



Laut "FAZ" gelang es in Deutschland, die Spendensumme in den vergangenen beiden Jahren zu versechsfachen. Neben Spenden lebt Wikipedia von mehr als 100.000 Freiwilligen. Das seit 2000 existierende Nachschlagewerk wird von seinen Nutzern gepflegt und ständig erweitert.



Für viele Nutzer gilt die Web-Enzyklopädie als moderne Antwort auf gedruckte Lexika. Mit über 20 Millionen Artikeln in 282 Sprachen ist es inzwischen die größte Enzyklopädie der Welt. Zurzeit gibt es 1.320.024 deutsche Einträge. Der "Wikimedia Foundation" zufolge nutzen jeden Monat 470 Millionen Menschen das Internet-Lexikon. Die Stiftung betreibt neben dem Online-Lexikon auch andere Projekte, etwa die Bilddatenbank "Commons". (pro)

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