Das christliche Medienmagazin

Wer liest Kirchenzeitungen?

"Konpress – Christliche Medien" vermarktet 38 deutsche Kirchenzeitungen und erreicht nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Leser. In der neuen Ausgabe des Magazins "Werben und Verkaufen" erklärt das Medienunternehmen in einem Beilagenheft, warum christliche Themen immer wichtiger werden.

Von PRO

Foto: pro

Zu den Produkten von "Konpress" zählen evangelische und katholische Zeitungen wie "Die Kirche", das "Sonntagsblatt" oder "Glaube und Leben".  Vom Unternehmen erstellte Statistiken zeigen, wer Kirchenzeitungen liest: Vor allem Menschen über 50 mit wertkonservativen, bürgerlichen und traditionellen Einstellungen. Meist sind die Leser Akademiker, verfügen über ein gehobenes Einkommen und sind familienorientiert.

"Kirche findet viel Beachtung"

Siegfried Geisbauer, "Konpress"-Geschäftsführer, sagt im Heft: "Momentan findet die Kirche, egal ob katholisch oder evangelisch, viel Beachtung. Solche Themen – vom Pilgern bis zum Papst – werden heute verstärkt wahrgenommen. Das zeigt, dass die Wertorientierung unserer Gesellschaft in den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen hat. Auch säkulare Medien haben hier einen starken Fokus." Stefan Branahl, stellvertretender Redaktionsleiter der "Kirchenzeitung", sagt: "Natürlich geht es auch um Spiritualität und Verkündigung – wir sind konfessionell gebunden." Sein Kollege Rüdiger Wala erklärt seine tägliche Arbeit: "Das ist oft ein Stück Seelsorge. Gerade für ältere Gläubige kann der Kontakt auch Hilfe gegen Einsamkeit in größer und anonymer werdenden Gemeinden sein."

Der Journalist und studierte katholische Theologe Gert Scobel ist der Meinung: "Konfessionelle Medien sollten Geschichten bringen, die nah dran sind am Leben; Geschichten, die eine Offenheit ausstrahlen, die zum Nachdenken, zum Nachfragen und zur Diskussion anregen." Das Nachdenken über existenzielle Fragen sei immer schon medial verfasst gewesen, sagt Scobel in einem Interview im Beilagenheft von "Konpress". Derzeit moderiert er das ZDF-Magazin "sonntags – TV fürs Leben". Er schreib bereits für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und moderierte das ARD-Morgenmagazin und die "Kulturzeit" auf 3SAT. "Ob es die Zeichnungen in der Höhle von Lascaux waren, ob es die Bibel war oder ein Bilderbuch für Kinder – es hat nie eine Zeit gegeben, in der Menschen die jeweiligen Medien nicht für ihre Auseinandersetzung mit der Welt genutzt haben."

Zu den Kirchenpublikationen gehören neben den Zeitungen auch der Evangelische Pressedienst (epd) und die Katholische Nachrichtenagentur (KNA). Letzte beschäftigt rund 60 Redakteure in Bonn, Berlin, Rom, Brüssel und Jerusalem und beliefert christliche Zeitungen und Magazine sowie öffentlich-rechtliche Sender oder Tageszeitungsredaktionen. (pro)

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