Weniger Katholiken in Lateinamerika

Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung Lateinamerikas ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken. Der Anteil der Protestanten blieb stabil, mehr Menschen haben keine religiöse Bindung.
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In Lateinamerika ist der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken. Gewachsen ist hingegen der Prozentsatz der Menschen ohne religiöse Bindung, wie es in einer am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Studie des in Washington ansässigen Pew Research Centers heißt. In Kolumbien sei der Anteil der katholischen Gläubigen von 79 auf 60 Prozent zurückgegangen, in Chile von 64 auf 46 Prozent und in Brasilien von 61 auf 46 Prozent.

In Mexiko sind noch 67 Prozent der Menschen katholisch, von vormals 81 Prozent. In Argentinien sank der Anteil der Katholikinnen und Katholiken von 71 auf 58 Prozent und in Peru von 76 auf 67 Prozent.

Die Studie stützt sich vornehmlich auf die Befragung von mehr als 6.000 Erwachsenen in den sechs Ländern und auf eine vergleichbare Erhebung zehn Jahre zuvor. Der Anteil der Protestanten an der Bevölkerung ist demnach in diesen Ländern relativ stabil geblieben.

Viele Protestanten in Brasilien

Am höchsten sei der Anteil der Protestanten in Brasilien mit 29 Prozent. In Argentinien machten Protestanten 16 Prozent der Bevölkerung aus, in Chile 19 Prozent, in Kolumbien 15 Prozent, in Peru 18 Prozent und in Mexiko 9 Prozent. Stark zugenommen hat der Anteil der Menschen ohne religiöse Bindung, besonders in Chile auf 33 Prozent, in Argentinien auf 24 Prozent und in Kolumbien auf 23 Prozent.

In den USA sei der katholische Anteil der hispanischen Bevölkerung ebenfalls zurückgegangen. 42 Prozent der Latinos und Latinas bekennen sich laut Pew-Institut zum Katholizismus. 23 Prozent seien Protestanten, 27 Prozent hätten keine religiöse Bindung und 7 Prozent gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an. Etwa 20 Prozent (68 Millionen US-Amerikaner) galten 2024 als Hispanics.

epd
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