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Weltweite Evangelikale: Asiat übernimmt Leitung

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) hat einen neuen Generalsekretär eingeführt. Efraim Tendero kommt aus Asien und will die Kirchen rund um die Welt besser miteinander vernetzen.
Von PRO
Efraim Tendero ist neuer Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA)

Foto: WEA

Efraim Tendero ist neuer Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA)
Efraim Tendero, der neue Mann an der Spitze der WEA, stammt von den Philippinen, einem Archipel von rund 7.100 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean. Seine Amtseinführung erfolgte am vergangenen Freitag im Rahmen des „Internationalen Leitungsforums“ der WEA im honduranischen Tegucigalpa. An dem Treffen nahmen mehr als 70 evangelikale Leiter aus rund 40 Ländern teil. Der Theologe Tendero war bereits Ende Januar einstimmig vom Rat der WEA zum neuen Generalsekretär gewählt worden. Er tritt am 1. März offiziell die Nachfolge des Kanadiers Geoff Tunnicliffe an, der nach 10-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer und Generalsekretär der WEA im Dezember 2014 als Medienberater zu der überkonfessionellen Organisation „Christian Media Corporation International“ (CMCI) wechselte. Die WEA, die ihren Sitz im amerikanischen New York hat, vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 600 Millionen evengelikal gesinnten Christen weltweit. Bischof Tendero ist seit 1993 nationaler Direktor des Council of Evangelical Churches (PCEC), der nationalen Evangelischen Allianz der Philippinen. Ihr gehören rund 30.000 evangelikal geprägte christliche Gemeinden, 69 Denominationen und rund 160 Organisationen an.

Kirchen sollen miteinander netzwerken

Der neue WEA-Generalsekretär sieht in seinem Amt „eine gewaltige Aufgabe“. Es sei schwierig eine Organisation zu leiten, die sich über ihre Ziele nicht im Klaren sei. Die Ziele der WEA hingegen seien klar und erfüllten den Willen Gottes: die Weitergabe der christlichen Botschaft, Stärkung der Kirche, Heiligung, Schaffung von Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Erneuerung. Tendero liegt eine stärkere Zusammenarbeit der Kirchen im Süden mit den Ländern der nördlichen Hemisphäre am Herzen. Gegenüber dem Nachrichtenportal Evangelical Focus sagt der neue WEA-Generalsekretär: „Wir sind der Kirche des ,Globalen Nordens‘ dankbar für ihre missionarischen Bemühungen, die bis in den ,Globalen Süden‘ vorgedrungen ist. Wir vom Süden wollen mit den Christen aus dem Westen als Partner zusammenarbeiten. Dazu müssen wir herausfinden, welche Methoden die besten Resultate liefern.“ Tendero strebt eine bessere Vernetzung innerhalb der WEA an. Damit will der neue Generalsekretär Doppelungen vermeiden, Konkurrenzkampf ausschalten und bessere Zusammenarbeit ermöglichen. Der Vorsitzenden der theologischen Kommission der WEA, Thomas Schirrmacher, würdigte die Wahl von Tendero: „Bischof ,Ef‘, wie ihn alle nur nennen, ist in der Leitung seiner einheimischen Denomination ebenso erfahren, wie in der Leitung der Evangelischen Allianz der Philippinen und in Leitungsaufgaben in Asien. Er ist ein sehr freundlicher Netzwerker, der aber im entscheidenden Moment auch deutliche, ja einsame Leitungsentscheidungen treffen kann, wie sie ein so großer Zusammenschluss nun auch immer wieder einmal braucht.“ Schirrmacher zeigte sich auf pro-Anfrage hin darüber erfreut, dass die WEA nun noch deutlicher zeige, dass sie ihre westlich orientierte Frühgeschichte verlassen habe und ein international aufgestelltes Netzwerk von Kirchen in aller Welt sei, dessen Schwerpunkt sich immer mehr in den Globalen Süden verlagere. „Auch alle Kirchen außerhalb der WEA können sich auf einen aufgeschlossen, kompetenten Gesprächspartner freuen“, sagte Schirrmacher über den neuen WEA-Generalsekretär. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/ehemaliger-wea-chef-jetzt-medienstratege-90630/
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