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Wegen IS-Propaganda: Strafanzeige gegen Anne Will

Die Moderatorin Anne Will hat mit ihrer Talkshow am Sonntag für Aufregung gesorgt: Sie hatte eine vollverschleierte Muslima eingeladen, die Schweizer Konvertitin Nora Illi. Damit muss sich jetzt die Staatsanwaltschaft beschäftigen.
Von PRO
Dass bei Anne Will mit Nora Illi eine nicht unumstrittene vollverschleierte Muslima in der Talkshow war, könnte juristische Folgen haben

Foto: NDR/Wolfgang Borrs

Dass bei Anne Will mit Nora Illi eine nicht unumstrittene vollverschleierte Muslima in der Talkshow war, könnte juristische Folgen haben

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Mittwoch berichtete, ist bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Strafanzeige gegen die Fernsehmoderatorin Anne Will eingegangen. Eine Rechtsanwältin aus Neuruppin in Brandenburg habe die Anzeige gegen die Moderatorin sowie gegen Entscheidungsträger in der ARD gestellt, weil die Schweizer Muslima Nora Illi in der Talkshow „Anne Will“ am Sonntagabend eingeladen worden war. Illi erschien in schwarzer Niqab, war also bis auf einen Sehschlitz vollständig verhüllt. Schon während der Sendung sorgte dies, wie auch ihre relativierenden Äußerungen über islamistischen Extremismus und die Terrororganisation Islamischer Staat (IS), für Empörung.
Laut der Strafanzeige, die der FAZ-Redaktion vorliegt, solle gegen „alle infrage kommenden Straftaten“ im Zusammenhang mit der Sendung ermittelt werden. Die verantwortliche Kanzlei sagte gegenüber der Zeitung, dabei gehe es vor allem um Volksverhetzung, also darum, ob die Einladung Illis geeignet war, den öffentlichen Frieden zu stören.

Schweizer Behörde warnte vor Talkshow-Gast

Der Rundfunkrat des NDR – der Sender ist innerhalb der ARD für die Talkshow von Anne Will verantwortlich – hat angekündigt, sich in seiner nächsten Sitzung mit der Sendung zu befassen. Wie die Bild-Zeitung berichtete, war den Redakteuren der Sendung offenbar bekannt, wen sie mit Nora Illi einluden. Denn sie hatten sich bei der Schweizer Bundesanwaltschaft nach Illi, die Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS) ist, erkundigt. Die Behörde teilte demnach mit, dass derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen ein Vorstandsmitglied des Verbandes laufe wegen des Verstoßes gegen das Verbot von Al-Kaida sowie des IS und verwandter Organisationen. Die Behörde zeigte sich irritiert darüber, „dass dem IZRS im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Plattform geboten wird“.
Die Süddeutsche Zeitung zitiert die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, Saida Keller-Messahli, die sich ebenfalls sehr kritisch über Illis Auftritt bei „Anne Will“ äußerte. Ihrer Ansicht nach wolle der IZRS Muslime in der Schweiz radikalisieren. „Der Auftritt von Frau Illi ist schon jetzt auf Arabisch übersetzt und läuft überall auf Youtube“, sagte sie laut der Zeitung. Das sei „ein großer Propaganda-Sieg“. (pro)Diskussion um verschleierte Muslima bei Anne Will (pro)
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