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Wegen „Homo-Heilung“: CDU-Politiker verteidigt Verein

Der Verein Leo steht in der Kritik, weil er angeblich Homosexuelle von zwanghaften Gefühlen befreien will. Zu seinen Unterstützern zählt der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Christoph Bergner (CDU). Er verteidigte Leo nun gegenüber der Tageszeitung Die Welt.
Von PRO
Christoph Bergner hat den Verein Leo verteidigt

Foto: CDU

Christoph Bergner hat den Verein Leo verteidigt
Am Montag hatte das ARD-Magazin Fakt berichtet, Leo (Gesellschaft für Lebensorientierung) sehe Homosexualität als psychische Krankheit und biete entsprechende Kurse an. Der heutige Bundestagsabgeordnete Bergner gehört zum Kuratorium des Vereins. Er verteidigte Leo nun im Gespräch mit der Welt: „Ich bin Mitglied und bleibe Mitglied“, zitiert ihn das Medium. Wenn er jetzt austräte, zeugte das von wenig Zivilcourage. Die Arbeit des Vereins auf den Umgang mit Homosexualität zu reduzieren, halte er für unsachlich und irreführend. Leo habe schon vielen Menschen in schwierigen Lebenssituationen geholfen. Klar sprach er sich aber dagegen aus, Homosexualität als Krankheit zu bewerten. Dies habe „zweifellos eine diskriminierende Wirkung“. Am Freitag war der Verein auch Thema einer Aussprache im Magdeburger Landtag. Linke-Fraktionschef Wulf Gallert nannte das Kursangebot laut Welt einen „Skandal“. Die Grünen hielten es für „absolut unsäglich“ einen Zusammenhang zwischen Entwicklungsstörungen und Homosexualität herzustellen. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, André Schröder, wies Vorwürfe zurück, seine Partei habe ein zwiespältiges Verhältnis zur Homosexualität. Auch er hatte zunächst zugesagt, im Kuratorium mitzuarbeiten – zog dies aber eigenen Aussagen zufolge nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Verein zurück. Auch der Leo-Vorsitzende Bernhard Ritter gehört der CDU an und saß in den 90er Jahren für seine Partei im Landtag. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/bietet-verein-heilung-von-homosexualitaet-an/
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