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Wegen Cyber-Mobbing hinter Gittern

Mobbing im Internet ist ein Trend, der seit Jahren zunimmt. Nun wurde eine 18-Jährige Britin zu einer Haftstrafe von drei Monaten verurteilt, weil sie im Internet gemobbt hat. Die Jugendliche hatte eine ehemalige Mitschülerin auf der Internetplattform Facebook mit dem Tod bedroht.
Von PRO

Foto: ntzolov, istockphoto

Der "Daily Mail" zufolge hatte die junge Frau ihre
Mitschülerin über einen Zeitraum von vier Jahren tyrannisiert. Zuletzt
drohte sie laut Medienberichten per E-Mail, die Mitschülerin
umzubringen. Dafür muss sie nun eine Haftstrafe von drei Monaten in
einer Jugendstrafanstalt absitzen. Außerdem verurteilte das Gericht in
Worcester sie dazu, fünf Jahre nicht mit ihrer Bekannten in Kontakt zu
treten oder Kommentare über sie im Internet zu verbreiten.


Wie "Spiegel Online" berichtet, verteidigte sich die Beschuldigte mit dem Argument, sie sei angetrunken gewesen, als sie ihre Drohung online stellte. Ermittlungen der Polizei zufolge beließ sie den Text jedoch für rund 24 Stunden im Web.
 
"Es ist die erste Verurteilung wegen Cyber-Mobbings und ist ein wichtiger Präzedenzfall", sagte Emma-Jane Cross von der Antimobbing-Organisation Beatbullying. Mobbing im Internet verbreite sich immer schneller und könne "schädlicher als das typische Mobbing auf dem Schulhof" sein.

Cyber-Mobbing oder Cyber-Bullying bezeichnen den Trend, andere im Internet bloß zustellen, zu verleumden oder zu bedrohen. Eine Untersuchung des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität Landau im Jahr 2007 ergab, dass jeder Fünfte der befragten deutschen Schüler von Internetmobbing betroffen war. Tendenz steigend.

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