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Was soll der Pastor posten?

Sollten Pfarrer und Pastoren online sein? Und wenn ja, wie? Mit diesen Fragen haben sich Kirchen-Netzexperten beschäftigt. Ihre wohl wichtigste Botschaft: Wer sich aufs Internet einlässt, beginnt einen Full-Time-Job.
Von PRO
Wie sollten Pastoren auf Facebook agieren? Diese Frage beantworten Experten der Evangelischen Kirche

Foto: pro

Wie sollten Pastoren auf Facebook agieren? Diese Frage beantworten Experten der Evangelischen Kirche
Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Ralf Peter Reimann und Alexander Ebel haben Verhaltensregeln für Geistliche im Netz entwickelt und sie auf der Seite pfarrerverband.deveröffentlicht. Auch evangelisch.de hat ihre Social Media-Tipps aufgegriffen. Pfarrer und Pastoren sollten sich auf das Internet einlassen, schreiben sie. Schließlich überlege heute auch niemand mehr, ob er das Telefon benutzen solle oder nicht. Ebenso selbstverständlich seien Dienste wie Facebook oder Twitter geworden. „Wer online Präsenz zeigen will, kann dies nicht in einem Nine-to-Five-Job ausfüllen, sondern man ist ansprechbar, wenn man online ist“, schreiben die Autoren. Umgekehrt bedeute das auch, online Menschen an Ereignissen und Begegnungen aus der sogenannten „Kohlenstoffwelt“ teilhaben zu lassen. Wie aber verhält sich ein Gemeindeleiter auf Facebook richtig? Die Experten geben Tipps: Wichtig sei vor allem Authentizität. Im Profil solle jeder seinen echten Namen und ein echtes Bild posten. Wer „Pfarrer“ als Beruf angebe, signalisiere, dass er das Profil auch beruflich nutze. Natürlich könne jeder auch ganz offiziell zum Gespräch über den Glauben einladen. Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit seien weitere grundlegende Prinzipien im Netz. Für Postings gelte: Jeder müsse überlegen, was er in die Welt posaunen möchte und welche Geschichten eher für den kleinen Kreis gedacht seien. Beim Sortieren könnten auch die Privatsphären-Einstellungen bei Facebook helfen. Wer soll nun ein virtueller Freund des Pastors werden? Lünenbürger-Reidenbach, Reimann und Ebel empfehlen, zwar jede Anfrage eines Gemeindemitglieds anzunehmen, sich aber selbst nicht aufzudrängen. Besonders bei Religionsschülern und Konfirmanden sollten die Netzaktiven darauf achten, die Privatsphäre der Jugendlichen zu schützen und zu respektieren. (pro)
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