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Was die Weihnachtsbotschaft von der Gretas unterscheidet

Die junge Klima-Aktivistin Greta Thunberg kämpft um die Rettung der Welt. Ihre Botschaft rüttelt auf. Zu Weihnachten geht es ebenfalls um die Rettung der Welt. Der Ansatz ist aber ein ganz anderer – und verbreitet Hoffnung statt Panik. Ein Kommentar von Christoph Irion, Geschäftsführer der Christlichen Medieninitiative pro
Von PRO
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Nach biblischem Bericht wurde Jesus nach seiner Geburt in eine Futterkrippe gelegt

Foto: Ben White on Unsplash

Nach biblischem Bericht wurde Jesus nach seiner Geburt in eine Futterkrippe gelegt

Ein zartes Mädchen erobert die Welt. Sie ist mutig, sie ist klug und sehr ernsthaft. Greta Thunberg hat keine Angst vor den Mächtigen. Und sie hat eine Mission: Es geht ihr um nichts weniger als um die Rettung der Welt – die 16-jährige Schwedin verlangt von Top-Politikern und Wirtschaftsbossen, dass sie endlich wirksame Aktivitäten gegen den Klimawandel auf den Weg bringen. Ihre Geschichte liest sich fast wie ein modernes Märchen: Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt haben sich innerhalb weniger Monate ihrer Protestbewegung „Fridays for Future“ angeschlossen. Zwar erntet Greta Thunberg mit ihren Auftritten vor den Vereinten Nationen und anderen Aktivitäten nicht nur Zustimmung, doch Medienmacher sind sich einig: Von diesem „eigenartigen Mädchen“ (Der Spiegel) geht eine besondere Wirkung aus. Das amerikanische Time Magazine kürte Greta Thunberg zur „Person des Jahres“ – sie steht damit auf einer Stufe mit Angela Merkel, Barack Obama oder Weltbewegern früherer Jahrzehnte wie Michail Gorbatschow.

Wenn Millionen Christen auf der ganzen Welt in diesen Tagen Weihnachten feiern, dann geht es auch da um ein Kind, das die Menschheit bewegt. Und um die Perspektive eines Rettungsangebotes von globaler Dimension. Viele in der modernen Gesellschaft können mit dem Geschehen, das im Lukasevangelium beschrieben ist, nur noch wenig anfangen. Dabei ist es sicher kein Zufall, dass gerade diese 2.000 Jahre alte Geschichte aus der orientalischen Antike immer wieder lebendig erzählt wird. Denn diese wundersame Stall-Story von der Geburt des Jesus-Kindes weckt Hoffnung: Eine Szenerie von prekären sozialen Verhältnissen, politischem Machtmissbrauch und drohender Gewalt wird buchstäblich überstrahlt von dem Engel, der zu den verstörten Hirten auf dem Feld bei Bethlehem sagt: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Euch ist heute der Retter geboren; er ist Christus, der Herr.“

Kein Klima der Verunsicherung

Die christliche Bibel sagt, dieses Jesus-Kind ist Gottes Sohn – somit kommt der an sich ferne, unsichtbare, liebende Gott dem Menschen maximal nah. Sogar die Perspektive „Friede auf Erden“ wird in Aussicht gestellt. Diese antike Schilderung bringt eine tiefe Sehnsucht auf den Punkt, die Menschen aller Epochen und Weltanschauungen verstehen – egal, ob man an diesen Jesus glaubt, einer anderen Religion angehört oder gar keiner. Von dieser Geschichte geht die ewig faszinierende Botschaft aus: Der Mensch darf auch angesichts von scheinbar unlösbaren Konflikten, Kriegen, Katastrophen oder Klimakrisen niemals die Hoffnung verlieren.

Da hat es Greta Thunberg natürlich schwerer. Ihre Botschaften mögen aufrütteln. Aber zugleich sorgt sie für Verunsicherung und Irritation. „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, rief sie den Wirtschaftsführern beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu. Die politisch Verantwortlichen und die ganze Menschheit müssen die Gefahren durch den Klimawandel und andere Bedrohungen ernst nehmen. Entschlossenes, besonnenes Handeln ist gefragt. Was uns nicht hilft, ist ein Klima der Verunsicherung.

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