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Was Christen von Steve Jobs lernen können

Ähnlich wie der verstorbene "Apple"-Chef Steve Jobs sollten Christen spüren, was die Menschen benötigen. Auf dem "Gemeinde-Ferien-Festival Spring" im hessischen Willingen nannte der Liedermacher Hans Werner Scharnowski mehrere Gründe, warum sich Christen den bekannten Visionär aus dem "Silicon Valley" zum Vorbild nehmen könnten.
Von PRO

Foto: pro

Jobs sei ein Genie darin gewesen, das zu erspüren, was Menschen wollten, wie etwa das "iPhone", das andere Handys in den Schatten stelle. Auf ähnliche Weise gebe es verschiedene Meinungen von Gott in dieser Welt. Doch sei das Evangelium wie das "iPhone unter den Handys. Genau das, was jeder Mensch eigentlich haben will. Nur wissen es viele nicht", sagte Scharnowski. Auf dem Festival "Spring" stellt er mit seinen zwei Brüdern jeden Tag eine Persönlichkeit vor, von der Christen etwas lernen können.

Von Steve Jobs könnten Christen lernen, an das "Produkt" zu glauben und motiviert und beharrlich daran zu arbeiten, es unter die Leute zu bringen. Jobs’ Produktpräsentationen seien für die Anhänger von "Apple", auch "Jünger" von Steve Jobs genannt, immer eine Art Offenbarung gewesen. Bis heute gehörten die Aufzeichnungen dieser Produktpräsentationen zu den am meisten aufgerufenen Videos auf der Filmeplattform "YouTube".

In einer seiner letzten Reden habe Jobs seine Zuhörer aufgerufen, ihr Leben nicht zu vergeuden, sondern immer "hungrig und tollkühn" zu bleiben, und dabei der eigenen Intuition zu folgen. Ähnliche Worte könnten auch von Paulus stammen, sagte Scharnowski. Der Apostel forderte die Leser seiner Briefe dazu auf, die Zeit "auszukaufen". Auch Paulus selbst sei hungrig und tollkühn gewesen, weil er
eine Arbeit hatte, die er "mit allen Fasern seines Lebens liebte".

"Die meisten Politiker sind treu und aufopferungsvoll"

Mit dem Klischee, Politik sei ein schmutziges Geschäft, räumte der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake, am Mittwoch auf. Die meisten haupt- und ehrenamtlichen Politiker seien treu, engagiert, aufopferungsvoll und leisteten professionell ihre Arbeit leisten, sagte Baake. Es gäbe wie in jeder anderen Berufsgruppe auch "schwarze Schafe", die "ihren Berufsstand beschädigen", deshalb dürfe man solche Fehlleistungen nicht verallgemeinern und auf alle Politiker übertragen. Der Unterschied zwischen Politikern und anderen Berufsgruppen sei aber, dass man von ihnen ein besonderes Ethos erwarten würde und sie unter der "besonderen Beobachtung der Medien" stünden. Der Theologe und Journalist sagte außerdem, dass gerade die Medien in den letzten Wochen und Monaten in zum Teil manipulativer Weise über Politiker berichtet hätten und dabei der Eindruck entstanden sei, dass die "Fehler, die eine einzelne Person" begangen habe, auf alle Politiker übertragen werden können.

Der Allianz-Beauftragte forderte zudem dazu auf, der Forderung des Apostels Paulus, die er an seinen Mitarbeiter Timotheus richtet, als Christ sehr viel engagierter, als bisher, nachzukommen: Für die zu beten, die Macht und Verantwortung für uns tragen (1. Timotheusbrief, Kapitel 2, Vers 1). Baake forderte die Seminarteilnehmer auf: "Urteilen Sie niemals pauschal über Menschen, sondern engagieren Sie sich in der Politik und versuchen Sie, das Beste für die Gesellschaft und damit auch für die Gemeinde zu leisten."

Negative Einstellung unter Christen zu Geld?

Der Geschäftsführer des Finanzberatungsunternehmens "Plansecur", Johannes Sczepan, sprach in einem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde über das Thema "Geld regiert die Welt – auch mich!?" Er stellte klar, dass Glück nicht im Reichtum zu finden sei, was allein schon an der Selbstmordrate unter wohlhabenden Personen zu erkennen sei, die nicht niedriger sei als im Durchschnitt. "Dennoch ist Geld für 80 Prozent der Deutschen eine Voraussetzung, um glücklich zu sein", erklärte er.

Sczepan sagte, Geiz sei ein Ausdruck von "verweigertem Gottvertrauen", der Traum vom großen Lottogewinn "passives Abwarten" und die ständige Suche nach preisgünstigen Angeboten im Internet unfair gegenüber Einzelhändlern in der Nachbarschaft. Der Finanzberater kritisierte sowohl Familien, in der staatliche Fürsorge teils in zweiter Generation zur Normalität gehört, als auch Personen der oberen Einkommensschicht, die sich durch Steuerflucht ihrer Verantwortung entziehen oder sich von ihrem Geld und der Jagd nach mehr "versklaven" lassen. Er stellte fest, dass unter Christen oftmals eine sehr negative Einstellung zum Thema Geld vorherrsche: "Aber wenn ich gegenüber Geld keine positive Einstellung habe, dann fällt es mir schwer, welches zu verdienen und damit vernünftig zu haushalten." Sczepan kritisierte den Slogan "Geiz ist geil" und warb für Großzügigkeit bei Spenden für wohltätige Einrichtungen.

Beim Festival "Spring" gibt es noch bis Samstag zahlreiche weitere Vorträge und Bibelarbeiten. Mit knapp 3.000 Teilnehmer findet das Festival zum vierzehnten Mal statt, zum dritten Mal in Willingen im Sauerland. Träger ist die Deutsche Evangelische Allianz, ein breiter Kreis von Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen, der innerkirchlichen Gemeinschaftsbewegung sowie mehreren Jugend-, Gemeinde- und Missionswerken. (pro)

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