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„War Room“: Gebete, Tränen und Klaviermusik

Der christliche Film „War Room“ war 2015 ein Überraschungshit in den US-Kinos. Nun erscheint die deutsche Fassung auf DVD und Blu-ray. Wer ein wenig Kitsch mag, sollte zugreifen. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher
Von Jörn Schumacher
Clara (li.) lehrt Elizabeth (re.) das richtige Beten

Foto: David Whitlow/AFFIRM Films/Provident Films

Clara (li.) lehrt Elizabeth (re.) das richtige Beten
Der Familie Jordan geht es nicht wirklich gut. Die Ehe zwischen Elizabeth und Tony kriselt, und beide haben immer weniger Zeit für ihre Tochter Danielle. Da trifft Elizabeth die alte Dame Clara, und die kennt das Geheimnis des „wahren Betens“. Clara lehrt Elizabeth, wie man „richtig“ zu Gott betet, oder besser gesagt: einen geistlichen Kampf führt. Dafür wird am besten ein kleiner Raum im Haus eingerichtet, der „War Room“, in dem gebetet wird, bis der Feind, der Teufel, erledigt ist. „War Room“ ist der fünfte Film der Brüder Alex und Stephen Kendrick. Zuvor produzierten sie unter anderem die in Deutschland auf DVD erschienenen Dramen „Fireproof“ und „Courageous“. „War Room“ lief im August 2015 in Kinos in Nordamerika an und war durchaus erfolgreich: Der nur 3 Millionen Dollar teure Film spielte 27,7 Millionen Dollar ein. Nun erscheint eine deutsche Übersetzung bei Gerth Medien als DVD und Blu-ray.

Langsames Tempo, wenig Dramatik

Im Film geht es um die Kraft des Gebets. Zu jeder Schlacht gehört die richtige Strategie, das weiß die alte Clara, deren verstorbener Mann früher bei der Armee diente. „Den Feind bekämpfen heißt, den Feind zu kennen“, erklärt sie der jungen Immobilienmaklerin Elizabeth, deren Leben gerade ein wenig Stress abbekommt. Das erklärt es wohl, dass immer wenn Clara betet, es so klingt, als würde sie schimpfen. Doch wirklich dramatisch wird es im Film niemals, der Zuschauer muss sich keine Sorgen machen. Wie die meisten amerikanischen christlichen Filme dieser Machart hat auch „War Room“ nichts wirklich Originelles zu bieten, die Dialoge sind steif, das Erzähltempo ist mitunter strapaziös langsam. Das Leben ist ein ständiger Kampf, lernt Elizabeth, aber nachdem sie das richtige Beten gelernt hat, wird alles gut. Und am Ende gibt es sogar einen Preis für Seilspringen. Wer auf ein wenig Kitsch mit christlicher Botschaft steht und wem schon bei „Courageous“, „Fireproof“ und „Facing the Giants“ die Augen nass wurden, wird auch mit „War Room“ die richtige Wahl treffen: Ein Film mit vielen Tränen und sentimentaler Klaviermusik. (pro)

„War Room“, DVD und Blu-ray, 115 Minuten, Regie: Alex Kendrick, ISBN 4030521743731, ab 14,99 Euro. Freigegeben ab sechs Jahren

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