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Von der Olympia-Halfpipe auf die Kanzel

Der Ski-Freestyler David Wise aus den USA ist seit Dienstag der erste Olympiasieger in der Halfpipe. Der 23-Jährige lebt offen seinen Glauben und möchte nach seiner Ski-Karriere Pastor werden.
Von PRO
Unter das Foto schrieb Wise bei Facebook: "Diesen Moment werde ich niemals vergessen. Neli (seine Tochter), ich bringe dir einmal Gold nach Hause."
Unter das Foto schrieb Wise bei Facebook: “Diesen Moment werde ich niemals vergessen. Neli (seine Tochter), ich bringe dir einmal Gold nach Hause.”
Der Goldmedaillengewinner Wise ist anders als die hippen Halfpipe-Freestyler bei Olympia. Mit 23 Jahren ist er bereits verheiratet, Vater einer Tochter und betreut christliche Jugendgruppen. Die New York Times nennt ihn den „Undude“, also das Gegenteil von einem Coolen. Dass er aber einen kühlen Kopf bewahren kann, hat Wise im Finale der Ski-Halfpipe gezeigt. Die Kategorie feierte zu den Winterspielen in Sotschi ihr Debüt. Am Wettkampfabend schneite die Halbröhre zu, was die Fahrbedingungen erschwerte. Wise fuhr den Sieg trotzdem nach Hause. In der Szene ist er kein Unbekannter, er holte schon Gold bei einer Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaft und dreimal Gold bei den X-Games. Für die Zeit nach seiner Profikarriere als Skikünstler hat Wise schon einen Plan. Er sagte noch vor Beginn der Olympischen Winterspiele im Interview mit NBC: „Ich habe irgendwann in meinem Leben gemerkt, dass ich sehr gern Pastor wäre.“ Als Teenager hat er sich laut der Welt noch gegen den streng christlichen Lebensstil seiner Eltern aufgelehnt, ihre Trennung habe ihn aber zu Gott geführt. „Wenn das der Plan ist, den Gott mit mir hat, dann könnte ich sehr gut damit leben. Wenn nicht, dann tue ich das, was kommt.“ Vor seinen Wettkämpfen betet er, so auch am Dienstag beim Halfpipe-Finale der Männer. Seine Frau, die auch Jugendpastorin ist, und seine Tochter Nayeli feuerten ihn von der Tribüne lautstark an. Wise sagt im NBC-Interview: „Wenn du deine eigene Familie hast, lernst du, dass du nicht mehr für dich selbst lebst, sondern für die Gemeinschaft.“ Erst seit er seine Frau und seine Tochter hat, könne er sich 100-prozentig auf das Skifahren einlassen.

„Du bist verheiratet und hast ein Kind? Dein Leben ist vorbei“

Seine Frau Alexandra lernte er bei einer kirchlichen Freizeit kennen, später heirateten sie. Manchmal bekomme er Kommentare wie „Mann, du bist verheiratet und hast ein Kind? Dein Leben ist vorbei.“ Wise denkt sich laut dem New York Times-Interview dabei: „Mein Leben fängt gerade erst an.“ Kirche und Halfpipe trennt er nicht voneinander. Der aus Reno im US-Bundesstaat Nevada stammende Wise sagt: „Wenn ich auf Skiern stehe, versuche ich, der gleiche Mensch zu bleiben, der am Sonntag in die Kirche geht.“ Er wolle den Menschen zeigen, „wie schön unsere Welt sein kann“. Und fügt an: „Natürlich gibt es Dinge, die hässlich sind. Aber Gott hat allen Menschen die Gabe verliehen, sich an ihrem Leben zu erfreuen.“

Eisschnellläuferin: „Es geht nicht um mich, bei allem geht es um Jesus“

Auch die gläubige Eisschnellläuferin Jilleanne Rookard aus den USA kämpfte in Sotschi um eine Goldmedaille. Dafür reichte es nicht. In einem Interview mit Athelets in Action sagt sie: „Es wäre dumm, eine Medaille zur obersten Priorität in meinem Leben werden zu lassen. Es geht hier nicht um mich, bei allem geht es um Jesus.“ Die Athletin hat ihre Mutter und ihren Vater verloren. In ihrer Verzweiflung betete eine Bekannte mit ihr und lud sie zum Bibellesen ein. Dadurch habe sie erfahren, dass Gott stets für sie da ist, er ihr helfe und einen Weg für sie habe. Die 31-jährige Sportlerin sagt: „Heute kann ich sagen, dass ich für die Krisen in meinem Leben dankbar bin, weil ich dadurch erfahren habe, dass Gott heilt.“ (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/us-olympionikin-bei-allem-was-ich-tue-geht-es-um-gott/
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https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/gnaedige-olympische-spiele/
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