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Hochmut kommt vor dem Fall: Josef Müller zieht von einer Villa ins Gefängnis. Der Film „Ziemlich bester Schurke“ zeigt, wie er zu Gott fand – und ist eine Mischung aus Dokumentation, Erzählung und Bilderbuch. Eine Rezension von Miriam Dechert
Von PRO
Josef Müller berichtete bereits in einem Buch und mehreren TV-Sendungen über seine ungewöhnliche Hinwendung zum Glauben an Gott

Foto: SCM Hänssler

Josef Müller berichtete bereits in einem Buch und mehreren TV-Sendungen über seine ungewöhnliche Hinwendung zum Glauben an Gott

Josef Müller erzählt seine Geschichte im Film „Ziemlich bester Schurke – Vom FBI gejagt, von Gott gefunden” selbst – in einem ernsten, aber an angebrachten Stellen auch lustigen Tonfall.

Der Film zeigt, wie Müller, der durch einen Autounfall in seiner Jugend im Rollstuhl sitzt, schon als Kind Geschäfte machte, indem er Waschmittel verkaufte und später einen Plattenladen besaß. Als Steuerberater hatte er dann großen Erfolg und besaß vier Kanzleien. Er wurde immer geldgieriger und hatte nie genug. Doch dann verlor und verspielte er 40 Millionen Mark, die er für einen Mafiaboss anlegen sollte.

Wegen verschiedenen kriminellen Handlungen verurteilte man den Millionär schließlich zu fünf Jahren Haft. Doch diese Jahre brachten eine überraschende Wende in sein Leben: Im Gefängnis fand er zum Glauben und lernte Jesus kennen.

Danach hielt und hält Müller immer noch Vorträge zum Thema Gier und ermutigt Menschen, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Im Film werden Interviews von Menschen, die in Müllers Leben und seine Erlebnisse verwickelt waren, gezeigt. Dadurch schafft es der Film, das Erlebte in verschiedenen Perspektiven darzustellen.

Interviewt werden unter anderem Müllers Ex-Frau, der Leiter des Gebetshauses Augsburg, Johannes Hartl, Müllers Freund und ein Mitinsasse, die vor allem von Müllers Verwandlung erzählen.

Original-Aufnahmen stellen Erzählung gut dar

Wenn Müller von seiner Kindheit und Jugend spricht, sieht der Zuschauer Fotos aus dieser Zeit. Darüber hinaus findet man in seinen Erzählungen immer wieder kleine Lebensweisheiten und Ermutigungen.

Der Film bringt aber auch gut rüber, mit was für einem Luxus Müller früher lebte. Wenn zum Beispiel Fotos von seinen vielen Autos gezeigt werden, oder Bilder, auf denen er mit etlichen Politikern und Schauspielern zu sehen ist, bekommt man schnell einen Eindruck, was für ein Mensch Müller früher war.

Müllers Geschichte ist interessant und auch inspirierend, doch zuweilen fällt es schwer, die Chronologie des Geschehens nachzuvollziehen – wann genau stellte sich Müller, wann war er auf der Flucht? Dennoch ist der Film gut gemacht und zeigt, was Müller für eine Verwandlung durchlebt hat.

Besonders deutlich wird dies auf Bildern von vor und nach Müllers Zeit in Haft. Nicht nur die Frisur hat sich verändert: Müller hat auch ein großes Lächeln auf den Lippen, das nur Jesus schenken kann. (pro)

„Josef Müller: Ziemlich bester Schurke. Vom FBI gejagt ... von Gott gefunden”. DVD, 50 Minuten, SCM Hänssler, 9,95 Euro. Freigegeben ohne Altersbeschränkung. Foto: SCM Hänssler
„Josef Müller: Ziemlich bester Schurke. Vom FBI gejagt … von Gott gefunden”. DVD, 50 Minuten, SCM Hänssler, 9,95 Euro. Freigegeben ohne Altersbeschränkung.

Von: mde

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