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Volker Beck kritisiert Islamverbände

Grünen-Politiker Volker Beck hat in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger die Islamverbände in Deutschland kritisiert. Sie erhielten ihre Prägung mittlerweile häufiger durch politische Interessen, als durch die Religion selbst.
Von PRO
Grünen-Politiker Volker Beck steht den Islamverbänden in Deutschland kritisch gegenüber

Foto: Buendnis 90/Die Gruenen Bundestagsfraktion

Grünen-Politiker Volker Beck steht den Islamverbänden in Deutschland kritisch gegenüber
Volker Beck findet es problematisch, dass die Islamverbände in Deutschland ihr jeweiliges Profil aus nationalen und politischen Interessen gewinnen. Das sagte er im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. „Das ist unserem Religionsrecht fremd und problematisch unter dem Gesichtspunkt der Integration“, sagte er. Die Muslime in Deutschland müssten sich entscheiden, ob sie islamische Religionsgemeinschaften bilden wollten, oder ob sie „mit ihrer derzeitigen Verbandsstruktur weiterhin ihre für die Religion nicht relevanten Eigenheiten kultivieren“ wollten. Die Verbände würden derzeit mehr von politischen Interessen geprägt, als von der Religion. Zwar lehnt Beck im Interview eine strenge, staatliche Kontrolle über die muslimischen Gemeinden ab, wie es der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder kürzlich forderte. Dennoch müssten Sicherheitsbehörden „konkreten Hinweisen auf verfassungsfeindliche Predigten“ nachgehen und auch über diskriminierende Aussagen gegenüber Frauen oder Homosexuellen müsse öffentlich gestritten werden, sagte der Politiker. Er zog zum Beispiel die Möglichkeit in Betracht, vor einer Moschee zu demonstrieren, „wenn der Imam dort reaktionäre Geschlechterrollen propagiert“. Dabei müsse allerdings deutlich werden, dass der Widerstand nicht gegen Muslime oder den Islam im allgemeinen geleistet werde, sondern gegen einen bestimmten Iman. „So haben wir das in der Schwulenbewegung mit manchen Bischöfen und Kardinälen auch gehalten, und im Verhältnis zur katholischen Kirche hat sich mit der Zeit da doch so manches bewegt“, sagte Beck. (pro)
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