Das christliche Medienmagazin

Volker Beck gegen “Heilung von Homosexualität” beim Christival

B r e m e n (PRO) - Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, hat den christlichen Jugendkongress "Christival", der Ende April in Bremen stattfindet, scharf kritisiert. Dort würden "gefährliche Psychokurse" angeboten, sagte Beck am Dienstag. Er forderte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dazu auf, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung abzugeben. Die "Christival"-Veranstalter haben das Seminar daraufhin aus dem Programm genommen.
Von PRO

“Jesus bewegt” lautet das Motto des Jugend-Kongresses, der zum fünften Mal von verschiedenen Christen aus Deutschland organisiert wird. Zwischen dem 30. April und dem 4. Mai 2008 wollen die Veranstalter jungen Menschen “viele Anregungen geben, neue Schritte im Glauben zu gehen” und dabei “ganz unterschiedliche Seiten der Person ansprechen”, wie es in der Ankündigung heißt. Dem gemeinnützigen Verein “Christival e.V.” gehören über 100 Mitglieder aus evangelischen Kirchen, christlichen Werken und Verbänden an.

Seminar “Homosexualität verstehen”

Insgesamt werden 280 Veranstaltungen, Workshops und Seminare angeboten, unter anderem zu Themen, wie mit Mobbing in der Schule umgegangen wird oder wie Jugendfreizeiten organisiert werden. In der Beschreibung des Seminars Nr. 644 “Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung” hieß es zunächst: “Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen. Im Seminar geht es um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen.” Inzwischen hat “Christival” den Text leicht abgeändert, und es wird von “manchen Menschen” gesprochen, denen dabei geholfen werden soll, “verschiedene Lebensmöglichkeiten zu gewinnen”. Das 90-minütige Seminar wird von Monika Hoffmann und Konstantin Mascher vom “Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft”, einem Arbeitsbereich der “Offensive Junger Christen”(OJC), angeboten.

Beck sagte, Schirmherrin von der Leyen (CDU) müsse entweder die Absage dieses “Homosexuellenheilungsseminares” durchsetzen, oder ihre Schirmherrschaft zurückgeben. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, sagte Beck am Dienstag in Berlin: “Frau von der Leyen kann nicht als Bundesfamilienministerin Schirmherrin eines Kongresses sein, bei dem gefährliche Psychokurse und minderheitenfeindliche Angebote gemacht werden.” Er kündigte an, die Grünen würden dem mit einer parlamentarischen Anfrage nachgehen.

Von der Leyen schreibt auf der Internetseite des Kongresses (www.christival.de) über das Christival: “Ich schätze die wertvolle und wertgebundene Arbeit der christlichen Jugendverbände. Angesichts der vielfältigen Anforderungen, denen Jugendliche heutzutage begegnen müssen, ist die Grundlage des christlichen Glaubens besonders wertvoll. Ich freue mich über das Christival 2008 in Bremen und wünsche den Teilnehmern erlebnisreiche und gute Begegnungen.”

Seminar inzwischen abgesagt

Das Seminar wurde aufgrund der “emotional hoch geschaukelten öffentlichen Diskussion” von den beiden Referenten noch am Mittwoch abgesagt, wie die Christival-Initiatoren mitteilten. “Wir möchten nicht, dass eines von 225 Seminaren dazu führt, dass das Christival mit Kritik überhäuft wird, bevor es überhaupt startet”, sagte Christl Vonholdt vom “Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft”.

Dennoch betonte sie, dass die Kritik “unberechtigt” sei. “Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen erfahren, selbstbestimmte Wege gehen können, die zu einer Abnahme homosexueller Empfindungen führen”, so Vonholdt. “Solche Selbstbestimmung ist unveräußerliches Recht jedes Menschen und gehört zu seiner Freiheit. Da dieses Thema aber nicht im Mittelpunkt des Christival steht und wir auch nicht möchten, dass dadurch von anderen wichtigen Themen des Christival abgelenkt wird, hat sich das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft in gemeinsamer Absprache mit der Christival-Leitung zu diesem Schritt entschlossen.”

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen