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„Vocaris“ soll Kompass fürs Leben werden

Die Katholische Kirche will junge Menschen mit moderner Technik zu ihrer Berufung führen. Mit einer App sollen Smartphonennutzer ihre verborgenen Talente und Stärken entdecken.
Von PRO
Mit der App „Vocaris“ sollen Jugendliche ihre Berufung finden

Foto: Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)

Mit der App „Vocaris“ sollen Jugendliche ihre Berufung finden

Mit eiiner App will die Katholische Kirche Jugendlichen zu mehr Orientierung für ihr Leben helfen. Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) hat die Berufungsapp „Vocaris“ im Anschluss an die Jugendsynode im Oktober dieses Jahres in Rom vorgestellt. Mit ihrer Hilfe sollen Nutzer Anleitung „zu einem gelingenden Leben und zum Entdecken ihrer Einmaligkeit und Berufung in Christus“ finden, erklärte der Vorsitzende der afj, Bischof Stefan Oster.

Der Weg zu einem Leben als Christ sei allerdings für viele Jugendliche nicht leicht, sagte Oster. Doch Gott teile die Vision eines erfüllten Lebens und rufe Menschen dazu auf. „Vocaris“ soll nach seiner Ansicht dabei helfen, einen persönlichen Weg zu finden. Umso passender sei daher auch der Name der App. „Vocaris“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: Du wirst gerufen.

Die App ist in drei Bereiche unterteilt: Berufung, Engagement und Gebet. Mit interaktiven Fragebögen sollen die Nutzer darin ihre eigenen Talente und Stärken herausfinden. Dabei werden Fragen des sozialen Lebens bis hin zu technischen Fähigkeiten gestellt. Die App wertet die Fragebögen automatisch aus und schlägt dann einen Beruf aus einer Datenbank mit rund 1.500 Berufen vor, mit der die App verknüpft ist. So bekommt der Nutzer Hinweise auf einen möglichen, für ihn geeigneten Beruf. Mit der App sollen Jugendliche auch lernen, Entscheidungen zu treffen. Tipps dafür erhalten sie durch praktische Übungen und Beispiele aus der Bibel.

Mit dem Programm sollen die Jugendlichen nicht nur einen geeigneten Beruf finden, sondern auch ihre Berufung in der Kirche. Dabei hilft ein Fragenkatalog zum Themenfeld Engagement. Der dritte Fragenkomplex zum Thema Gebet erläutert Formen und verschiedene Arten des Gebets. Dabei wird der Nutzer mit Höranleitungen unterstützt. Die sollen bei ersten Schritten im christlichen Glauben helfen oder als neue Anregung für „erfahrene Beter“ dienen. Auch Gebetsvorschläge für spezielle Lebenssituationen gibt es.

Ignatius weist den Weg

Der virtuelle Tutor Ignatius bekleitet Nutzer in der App. Er erklärt Funktionsweisen und gibt Tipps. Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung der afj, erklärt auf Nachfrage, dass es sich beim Tutor der „Vocaris”-App um den historischen Ignatius von Loyola handele. Der sei als junger Mensch selbst auf der Suche nach Sinn und Gott gewesen. Deswegen kann er „auch heute noch ein großes Vorbild für junge Menschen sein”. Außerdem habe er Anteil daran gehabt, dass der Jesuiten-Orden „konkrete Schritte zur Entscheidung der Berufung“ entwickelt habe.

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge sieht in der App eine gute Möglichkeit, die Katholische Kirche und sich selbst besser kennenzulernen, und die eigene Berufung in der Kirche zu finden. Entstanden ist die App aufgrund einer Umfrage unter Jugendlichen auf der Vorsynode zur XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode in Rom im März. Die Umfrage hatte ergeben, dass sich die Jugendlichen eine „bessere Hinführung“ in den Bereichen des Gebets und der Selbstreflexion wünschen. „Vocaris“ soll dafür eine moderne Möglichkeit sein.

Von: Martin Schlorke

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