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Vertrauen in Medien ist gewachsen

Das Vertrauen der Deutschen in die Medien hat zugenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Zwischen informierter und breiter Öffentlichkeit herrscht allerdings eine Kluft.
Von Norbert Schäfer
Die Medien sind laut einer Umfrage die vertrauenswürdigste Institution in Deutschland
Die Medien sind laut einer Umfrage die vertrauenswürdigste Institution in Deutschland

Das Vertrauen der Deutschen in die Medien ist gewachsen. Das zeigt das Edelman Trust Barometer 2020. Damit sind die Medien der Umfrage zufolge die vertrauenswürdigste Institution in Deutschland. Ihnen vertrauen 49 Prozent der Befragten. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Medien rangieren damit vor der Wirtschaft (48 Prozent), der Regierung (45 Prozent) und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) (43 Prozent). Nach Angaben der Studie kletterte in Deutschland das Gesamtvertrauen von 44 Indexpunkten im vergangenen Jahr auf 46 Indexpunkte 2020. Die Mehrheit der Deutschen bleibt demzufolge gegenüber den Institutionen weiter skeptisch. Im globalen Vertrauensranking rangiert Deutschland nur auf Platz 19 von 28 Ländern.

„Es ist zwar erfreulich, dass sich das Vertrauen der Gesamtbevölkerung in Deutschland leicht erholt hat. Im internationalen Vergleich sind 46 Indexpunkte dennoch kein guter Wert“, erklärte Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland, in einer Pressemitteilung. Der Druck auf die Institutionen nehme zu. Global liegt das Vertrauen in die vier Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs bei 54 Indexpunkten und konnte 2020 um einen zulegen.

Große Kluft zwischen informierter und breiter Öffentlichkeit

Das Trust Barometer 2020 zeigt zudem: Die Vertrauenskluft zwischen der informierten und der breiten Öffentlichkeit ist enorm. Demnach war weltweit noch nie in so vielen Ländern der Unterschied größer. Während das Vertrauen der informierten Öffentlichkeit weltweit bei 65 Punkten liegt, ist das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit 14 Punkte niedriger (51 Punkte). Zur informierten Öffentlichkeit rechnet das Edelman Trust Barometer Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren mit einem Hochschulabschluss, einem überdurchschnittlichen Haushaltseinkommen sowie mit intensivem Medien- und Informationskonsum. In Deutschland zeigte sich der Studie zufolge ein massiver Unterschied von 20 Punkten zwischen den beiden Gruppen. Hier erreichte die informierte Öffentlichkeit 64 Punkte, die breite Öffentlichkeit 44 Punkte auf der Vertrauensskala.

Das Edelman Trust Barometer ist eine jährliche Studie zu Vertrauen in Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft und Medien. Sie wurde in diesem Jahr zum 20. Mal durchgeführt. Bei der Datenerhebung durch 30-minütige Online-Interviews zwischen dem 19. Oktober und 18. November 2019 wurden in 28 Ländern mehr als 34.000 Menschen befragt. Davon gehören 6.200 der Befragten zur informierten Öffentlichkeit.

Von: Norbert Schäfer

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