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Vertrauen in die Medien deutlich gesunken

Immer weniger Deutsche vertrauen der politischen Berichterstattung der Massenmedien. Gleichzeitig müssen sie über sieben Milliarden Euro für den öffentlich-rechtlichen Runkfunk bezahlen. Der WDR macht nun mit einer unerwarteten Aktion von sich reden. Ein Kommentar von Norbert Schäfer
Von PRO
Der WDR will Kunst versteigern – Intendant Tom Buhrow verdient pro Jahr mehr als die Kanzlerin

Foto: WDR/Claus Langer

Der WDR will Kunst versteigern – Intendant Tom Buhrow verdient pro Jahr mehr als die Kanzlerin
Wer kauft Journalisten noch ab, was sie an Informationen an Mann und Frau bringen wollen? Die Deutschen, das belegt eine Umfrage zum Medienvertrauen, erstellt von infratest dimap im Auftrag der Wochenzeitung Die Zeit, haben wenig Vertrauen in die Medien. Wichtige Erkenntnisse der Erhebung hat die Zeitung am Mittwoch veröffentlicht. 53 Prozent der Befragten haben demzufolge wenig Vertrauen in die politische Berichterstattung, sieben Prozent gar keins. Der Befund muss einen nachdenklich stimmen. Die Zeit schreibt: „Nur vier von zehn Deutschen haben ‚sehr großes‘ oder ‚großes‘ Vertrauen in die politische Berichterstattung der Medien“. Schlimmer noch als das geringe Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Medien ist der Umstand, dass das Misstrauen wächst. Der Studie nach gab ein Viertel der Befragten an, dass ihr Zutrauen in die Berichterstattung der Medien in den vergangenen Jahren sogar gesunken sei. Die Medienschaffenden müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie bewusst falsche Informationen verbreiten und manipulieren, aber auch Einseitigkeit und „handwerkliche Fehlleistungen“ und „die vermeintlich fehlende Unabhängigkeit“ sind ernstzunehmende Anwürfe, die an Medienmachern hängen bleiben. Nach Angaben der Studie schöpfen die Deutschen ihre Informationen über die politische Lage vor allem beim Fernsehen ab, mit weitem Abstand vor allem von ARD und ZDF. Dahinter rangieren Zeitungen und Zeitschriften. Erstaunlich, dass Radio und vor allem das Internet den klassischen Medien hinterhinken beim Verkauf glaubwürdiger Neuigkeiten.

WDR will mit Gebührengeldern gekaufte Kunstwerke versteigern

Apropos kaufen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beabsichtigt, 50 Bilder beim britischen Auktionshaus Sotheby‘s versteigern zu lassen. Nach WDR-Angaben sind darunter „vier Werke mit geschätzten Einzelwerten im siebenstelligen beziehungsweise sechsstelligen Bereich“. Insgesamt befinden sich rund 600 Kunstgegenstände im Besitz des WDR. Der Rundfunk sagt: „Sie dienten der Ausstattung von Redaktions- und Büroräumen, zum Teil auch der Dekoration der Studios.“ Gekauft wurden die Werke nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seit den 50er Jahren aus überschüssigen Gebührengeldern. Ja, so etwas gab es mal! Nun will sich der WDR auch wegen der „notwendigen Konsolidierung des Haushalts“ von den Bildern trennen. Dass der WDR ein britisches Auktionshaus gewählt hat, obwohl deutsche Händler gute Angebote gemacht haben, verwirrt zusätzlich: So bleibt die bei den Verkäufen anfallende Mehrwertsteuer in England, kritisiert die FAZ. Kunsthandel ist sicher ein lukratives Geschäft – funktioniert aber nur bei absolutem Vertrauen in die Aufrichtigkeit des Verkäufers. Da ist es, wie durch die Studie der Zeit nun belegt ist, schlecht bestellt. Das Politikmagazin Cicero hat in der soeben erschienenen Juli-Ausgabe das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland kritisch unter die Lupe gekommen. Auch hier lässt das Resultat aufhorchen. Deutschland leistet sich nach Angaben von Cicero das teuerste öffentlich-rechtliche Fernsehen der Welt. Demnach müssen die Deutschen 7,36 Millarden Euro in diesem Jahr für ARD, ZDF und Deutschlandradio berappen. Für die Menge Geld könnte dem Zuschauer nach Meinung des Cicero deutlich mehr und Besseres geboten werden. Was gut ist, muss deshalb nicht automatisch teuer sein: Die Amerikaner zahlen für ihre öffenlich-rechtlichen Sender gerade mal 445 Millionen Dollar – größtenteils in Form freiwilliger Spenden. Übrigens: Das Jahresgehalt des WDR-Intendanten beziffert das Magazin auf rund 367.000 Euro. Dem gegenüber fällt das Gehalt der Bundeskanzlerin mit rund 228.000 Euro fast bescheiden aus. Aber das sind alles „Peanuts“, wenn man bedenkt, dass ARD und ZDF für die Übertragung der Fußball-WM in Russland und Katar 432 Millionen Euro hinblättern. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/ard-und-zdf-machen-kirchen-laecherlich-88231/
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