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Verlag bringt islamische Kinderbücher heraus

Christliche Kinderbücher gibt es zu Hauf, nun will der vor einem Jahr in Freiburg gegründete "Salam"-Verlag den muslimischen Kinder- und Jugendbuchmarkt in Deutschland stärken. Ab Herbst sollen bei "Salam" islamische Kinderbücher erscheinen – und zwar im Zeichen der Völkerverständigung.

 

Von PRO

Foto: Bastian/flilckr

Fünf islamische Kinderbücher will der Verlag "Salam" laut seinem Geschäftsführer Milad Karimi noch in diesem Jahr herausbringen. Gegenüber dem Magazin "Chrismon" erklärte er, warum das seiner Meinung nach die Völkerverständigung stärkt: "Eine Million Kinder und Jugendliche aus muslimischen Familien wachsen hierzulande quasi buchlos auf. Es gibt einen großen Markt für christliche Kinderbücher, aber nichts von vergleichbarer Qualität für muslimische Kinder", sagte er. Muslimischen Kindern werde religiöses Wissen oft "autoritativ und unhinterfragt" vermittelt. Dem wolle er mit seinen Büchern entgegenwirken.

Eltern bei der Erziehung helfen

Die deutsch- und mehrsprachigen Bücher sollen muslimische Eltern und Religionslehrer bei der Erziehungsarbeit unterstützen. "Salam" will Bilderbücher für Kleinkinder und Literatur für Jugendliche verkaufen. Dem Verlag assistiere dabei ein Beirat aus Islamwissenschaftlern, Religionspädagogen und Menschenrechtlern. "Wir wollen, dass diese Kinder lesend ihre komplexe Identität und ihre Religion verstehen und kritisch reflektieren", sagte Karimi.

Nach eigenen Angaben wurde "Salam" im Sommer 2009 von dem Verleger und Buchhändler Andreas Hodeige gegründet. Der Verlag gibt an, unabhängig von Politik, Konfession und Verbänden zu sein. Sein Name ist Arabisch und bedeutet "Frieden". Karimi selbst ist Wissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer. Im Herbst 2009 erschien seine Neuübersetzung des Koran. Der gebürtige Afghane floh 1994 nach Deutschland, studierte und will laut einem Bericht der "Badischen Zeitung" zeigen, dass der Islam mit der Demokratie vereinbar ist. Ein Hauptanliegen des Verlages sei es, gegen jede Form der Parallelgesellschaft vorzugehen, heißt es dort. Dazu gehöre auch Sprachunterricht. Deshalb will Karimi in seinem Verlag künftig außerdem Sprachbücher für die zentralen islamischen Sprachen Arabisch, Türkisch, Persisch, Urdu und Indonesisch herausgeben. (pro)

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