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Verfassungsschutz-Bericht sieht Islamismus als Gefahr

Laut den Zahlen des neuen Verfassungsschutz-Berichts sind Islamisten in Deutschland zahlenmäßig auf dem Vormarsch. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Mitglieder, die der Szene zugerechnet werden, von 38.080 auf 42.550 erhöht.
Von PRO

Foto: Oleg Zabielin (fotolia)

Ende 2012 gab es – wie schon im Vorjahr – bundesweit 30 aktive islamistische Organisationen. Der Verfassungsschutz sieht im islamistischen Terrorismus eine der größten Gefahren für die innere Sicherheit in Deutschland. Die Behörden beobachteten verstärkt Islamisten, die von Deutschland nach Ägypten reisen – mit dem Ziel, von dort aus in Terrorcamps zu fahren.

Paramilitärische Kampfausbildung

Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass sich mehr als 50 Menschen, die eine paramilitärische Kampfausbildung absolviert haben, inzwischen wieder in Deutschland aufhalten. Auf diese Gefahr hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Wochenende in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hingewiesen (pro berichtete).

Am schnellsten innerhalb der Szene wachse der Salafismus, den der Bericht als islamistische Strömung beschreibt, „die einen rückwärtsgewandten Ur-Islam vertritt“. 2012 wurden der Bewegung 4.500 Anhänger zugeordnet, ein Jahr zuvor waren es noch 3.800 Menschen. Der Bundesinnenminister hatte die salafistische Vereinigung „Millatu Ibrahim“ 2012 verboten.

Ein Schwerpunkt des Berichts ist auch der Rechtsterrorismus, der vor allem durch die rechtsextreme Terrorzelle NSU unter besonderer Beobachtung steht. Diese Gefahr sei nicht gebannt. Die Anzahl der Mitglieder der rechtsextremen Bewegung schrumpfe leicht, während die Zahl der Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund steige. Die Zahl der gewaltbereiten Linksextremisten blieb unverändert bei rund 7.100 Personen. Die Zahl der Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund ging deutlich zurück. (pro)

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