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USA könnten Asyl für Homeschooler aufheben

Der Homeschool-Familie Romeike könnte ihr amerikanisches Asyl aberkannt werden. Die US-Einwanderungsbehörde hat Berufung gegen ein Urteil vom Januar eingelegt. Das hatte die Familie zu politisch Verfolgten erklärt und ihr deshalb den Aufenthalt in den USA gestattet.

Von PRO

Foto: apdk/flickr

Die Einwanderungsbehörde der USA legt Berufung gegen das Asyl der deutschen Homeschool-Familie Romeike ein. Die Tagezeitung "Die Welt" berichtet, das Berufungsverfahren werde sich voraussichtlich mehrere Monate hinziehen. Die Romeikes waren bereits im Jahr 2008 mit ihren fünf Kindern in die USA ausgereist, nachdem die Behörden gefordert hatten, sie sollten ihre Kinder auf eine staatliche Schule schicken. Uwe und Hannelore Romeike sind Christen. Anders als in den USA oder zahlreichen europäischen Staaten ist der Unterricht zu Hause in Deutschland verboten.

In ihrer neuen Heimat stellten die Romeikes Antrag auf politisches Asyl, mit der Begründung, dass sie sich in Deutschland verfolgt fühlten, weil die Behörden die Schulpflicht mit Bußgeldbescheid und Drohungen durchsetzen wollten. Das Gericht der Einwanderungsbehörde gab dem Asylantrag statt, weil die deutsche Haltung gegen "alles, woran wir als Amerikaner glauben", verstoße, wie die "Welt" es zitiert. 

Der Anwalt der Familie, Michael Donnelly, erklärte nun, der Berufungsantrag der Einwanderungsbehörde gegen die Asylgewährung habe ihn nicht überrascht. Vorläufig dürften die Romeikes aber in den USA bleiben. In zwei Monaten werde die Behörde ihren Berufungsantrag schriftlich begründen müssen.

In den USA werden etwa 1,5 Millionen Kinder zu Hause unterrichtet. In Deutschland rund 1.000, schätzen Experten. Eltern, die ihre Kinder nicht in eine staatlich anerkannte Schule schicken, drohen Strafen, die bis zu einer Haft reichen können. (pro)

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