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USA: Christin aus Beugehaft entlassen

Die US-Beamtin, die wegen ihres christlichen Glaubens keine Trauscheine für Homosexuelle ausstellen wollte, ist aus der Beugehaft entlassen worden. Konservative Politiker sehen den Fall als Indiz für schwindende Religionsfreiheit.
Von PRO
Kim Davis' Freilassung wurde von zahlreichen TV-Sendern in den USA übertragen
Kim Davis’ Freilassung wurde von zahlreichen TV-Sendern in den USA übertragen
Kim Davis saß knapp eine Woche in Haft, weil sie sich geweigert hatte, Heiratslizenzen für homosexuelle Paare auszustellen. Seit ihrer Inhaftierung stellen Davis’ Stellvertreter die Lizenzen aus, für hetero- wie homosexuelle Heiratswillige. Wie die Online-Zeitung The Daily Beast berichtet, haben die Beamten dafür nun Formulare erstellt, auf denen Davis’ Name nicht genannt wird. Das Gericht entließ die 49-Jährige mit der Auflage, ihre Kollegen nicht davon abzuhalten, so zu verfahren. „Ich gebe Gott die Ehre“, rief Davis nach der Entlassung ihren jubelnden Unterstützern zu. „Wir dienen einem lebendigen Gott, der von jedem von uns weiß, wo er gerade steht. Macht weiter und gebt nicht auf, denn er ist hier!“

Huckabee: „Wer wird der Nächste sein?“

Unter der Menschenmenge waren auch die republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mike Huckabee und Ted Cruz sowie Tony Perkins, Vorsitzender der christlichen Lobbygruppe „Family Research Council“. Huckabee stellte sich schützend vor Davis und andere Christen, die nach seiner Ansicht wegen ihres Glaubens diskriminiert werden: „Falls jemand ins Gefängnis muss, biete ich mich an deren Stelle an.“ Der Baptistenpastor und frühere Gouverneur von Arkansas kritisierte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die ewig gültige Definition der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau für nichtig erklärt zu haben, und rief zu weiterem Widerstand von Christen auf. „Eure Gebete wurden erhört, und Kim Davis schläft heute Nacht wieder zu Hause“, sagte Huckabee. „Aber wer wird der Nächste sein? Euer Pastor? Ein Lehrer? (…) Werdet ihr bereit sein, für eure Überzeugungen einzustehen?“ Kritiker werfen Davis vor, es auf Bekanntheit und finanzielle Unterstützung abgesehen zu haben, etwa durch mögliche Spendensammlungen für ihre Familie. Medien wie der britische Guardian weisen darauf hin, dass Davis bereits in vierter Ehe verheiratet ist, was sich für einen Christen nicht gehöre. Gleichwohl: Die Mutter von Zwillingen hatte nach eigenen Angaben ihr christliches Bekehrungserlebnis 2011, als ihre dritte Scheidung bereits drei Jahre zurücklag. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/wegen-homo-ehe-fuer-jesus-ins-gefaengnis-93264/
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