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US-Wahlkampf: Religion kaum Thema

Im Ringen um die US-Präsidentschaft lassen die Kontrahenten Trump und Clinton kaum Bezüge zu einer Glaubensgemeinschaft erkennen. Gezeigte Religiosität lohne sich nicht mehr, stellte der Journalist Alexander Schwabe fest.
Von PRO
Für Donald Trump und Hillary Clinton lohnt sich im Wahlkampf Religiosität nicht

Foto: Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0) / Zachary Moskow (CC BY-SA 4.0)

Für Donald Trump und Hillary Clinton lohnt sich im Wahlkampf Religiosität nicht

Im Kampf um das US-Präsidentenamt halten sich die Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton mit der Zurschaustellung ihrer Religiosität zurück. Weil die Konfessionen personell, intellektuell und moralisch geschwächt seien, lohne sich das nicht mehr, meint der Spiegel-Online-Autor Alexander Schwabe. In einem Artikel vom Sonntag skizziert er zunächst die Bedeutung der Religiosität der US-Präsidenten von John F. Kennedy bis George W. Bush. Von der einst so tiefen religiösen Verwurzelung der Vereinigten Staaten ist nach Ansicht Schwabes jedoch „nicht viel geblieben“. Dem Artikel zufolge sieht der Kulturwissenschaftler Michael Hochgeschwender von der Universität München beim gegenwärtigen US-Wahlkampf einen deutlichen Einschnitt hinsichtlich der Bedeutung von Religion in den Kampagnen. Sie spiele kaum noch eine Rolle. Der Rechts- und Philosophieprofessor Thomas C. Kohler erkennt in den Vereinigten Staaten bereits eine „nachchristliche Gesellschaft“.
Für Schwabe sind „Verhalten und miserables Image der beiden wohl unpopulärsten Präsidentschaftskandidaten aller Zeiten“ Anzeichen „einer fehlenden Rückbindung an ‘Religion und Moral‘„. Der „fundamentale Umbruch“ in der amerikanischen Gesellschaft spiegele sich auch in den Beziehungen zwischen Politik und Religion wider. Zu den „meisten gesellschaftlich relevanten Debatten“ in „Zeiten der Verunsicherung“ hätten die Kirchen in den USA nichts beizutragen und sich so „ins Abseits katapultiert“. Die in „unzählige Gruppen zersplitterten“ Evangelikalen in den USA eine lediglich der Kampf gegen die Abtreibung. Meinungsumfragen offenbarten, dass in dem Land die Anzahl der Menschen wachse, die sich zu keinem Glauben mehr bekennen.
Obwohl sich die Kandidaten im derzeitigen Wahlkampf kaum religiös in Szene setzten, versuchten sie dennoch, um die konfessionell gebundenen Wähler zu werben. (pro)Darum sind so viele US-Evangelikale für Donald Trump (pro)
Clintons Wahlkämpfer spaßen über Evangelikale und Katholiken (pro)

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