US-Umfrage zeigt Skepsis gegenüber KI in Glaubensfragen

Viele Amerikaner nutzen Künstliche Intelligenz für religiöse Zwecke, etwa um biblische Texte zu studieren oder Gebete zu formulieren. Als Quelle spiritueller Orientierung lehnt die Mehrheit die Technik jedoch ab. Das zeigt eine Umfrage.
Jonathan Frank
Künstliche Intelligenz wird auch immer mehr für religiöse Zwecke genutzt. Viele Amerikaner sehen den Einsatz allerdings kritisch.

Mehr als jeder zehnte KI-Nutzer in den USA setzt die Technik für religiöse Zwecke ein. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach verwenden 61 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben KI-Hilfsmittel wie ChatGPT oder Google Gemini.

Von diesen Nutzern gaben jeweils mehr als zehn Prozent an, KI auch für religiöse Fragestellungen zu verwenden: 15 Prozent zum Studium religiöser Schriften oder Texte, 13 Prozent zum Erstellen von Gebeten, 13 Prozent, um mehr über eine Religion zu erfahren, und elf Prozent für die eigene spirituelle oder religiöse Orientierung.

Die Umfrage offenbart zudem eine große Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz bei religiösen Themen. So beantworteten 69 Prozent der KI-Nutzer die Frage, ob sie diese für spirituelle oder religiöse Orientierung verwenden, mit „Nein, und ich würde es nie tun“. Der Aussage, dass spirituell suchende Menschen stark von Orientierung durch KI profitieren können, stimmten lediglich fünf Prozent aller Befragten zu. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) widersprach dem.

Von den insgesamt 1.011 Teilnehmern der Umfrage gaben fast 63 Prozent an, Teil einer christlichen Gruppierung zu sein, wovon sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) selbst als wiedergeborene oder evangelikale Christen bezeichneten.

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