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US-Christen fürchten um Redefreiheit

Christliche Medienmacher in den USA befürchten eine Einschränkung der Redefreiheit aus Rücksicht auf den Islam und Homosexuelle. Auf einer Konferenz in Orlando ging es zudem um US-Präsident Donald Trump.
Von PRO
NRB-Präsident Jerry Johnson appellierte an Christen in den Medien, für ihre Überzeugungen einzustehen – auch bei Gegenwind (Archivbild)

Foto: NRB/YouTube

NRB-Präsident Jerry Johnson appellierte an Christen in den Medien, für ihre Überzeugungen einzustehen – auch bei Gegenwind (Archivbild)

Christliche Medienschaffende in den USA sind in der Vereinigung NRB (National Religious Broadcasters) zusammengeschlossen. Auf deren jährlicher Konferenz in Orlando erklärte NRB-Präsident Jerry Johnson am Montag, die größten Sorgen für amerikanische Christen seien Homosexualität und der Islam. Der Grund: Aus Rücksicht auf Homo- und Transsexuelle sowie auf Muslime werde die Rede- und Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt.

„Unsere Mission lautet deswegen: Die biblische Wahrheit hochhalten, exzellente Medienarbeit leisten und die Redefreiheit verteidigen“, sagte Johnson laut Online-Zeitung The Christian Post. Die NRB sei die einzige Organisation, in der diese drei Elemente – Glaube, Redefreiheit und Presse – vereinigt seien. Ein Problem beim Thema Homosexualität sei, dass christliche Dienstleister wie Bäcker, Floristen und Fotografen in den USA gezwungen werden, an gleichgeschlechtlichen Hochzeiten mitzuwirken. In der Vergangenheit hatten immer wieder Fälle für Aufsehen gesorgt, bei denen solche Unternehmer auf hohe Schadenersatzsummen verklagt wurden.

Johnson erwähnte, dass die Homo-Ehe in den USA „derzeit legal ist“ und auch Präsident Donald Trump dies akzeptiert habe, als er in einem Interview sagte: „Diese Fälle wurden vom Obersten Gerichtshof geklärt, und sie wurden geregelt“. Johnson hob in seiner Rede einen Ehrengast der Konferenz hervor: den ehemaligen Chef der Feuerwehr von Atlanta, Kelvin J. Cochran. Er hatte seine Stelle verloren, weil er sich in einem Buch ablehnend über Homosexualität geäußert hatte.

Prominente Medienmacher vernetzen sich

Auf der Konferenz, die noch bis Donnerstag dauert, vernetzen sich christliche Radio-, Fernseh- und Filmemacher und stellen ihre neuesten Projekte vor. Unter den Referenten sind der Autor und YouTube-Evangelist Jefferson Bethke, Bonhoeffer-Biograf Eric Metaxas und die Menschenrechtlerin Alveda King, eine Nichte von Martin Luther King Jr.

Mit dabei ist auch die als „Chewbacca Mom“ bekannt gewordene Candace Paye, die das bis heute am meisten angesehene Facebook-Video aller Zeiten veröffentlichte, und Gordon Robertson, Leiter des Fernsehsenders Christian Broadcasting Network (CBN). Der Pastor Lee Strobel stellte seinen neuen Film „The Case For Christ“ vor.

In einer Ausstellung am Rande der Konferenz sind Exponate eines Bibelmuseums zu bewundern. (pro)

Von: mb

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