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Urteil gegen Mörder von Christen bestätigt

Vor fast zwölf Jahren wurden zwei türkische und ein deutscher Christ in den Räumen eines Bibelverlags in Malatya ermordet. Das Urteil gegen die fünf Hauptangeklagten ist nun rechtskräftig.
Von Nicolai Franz
Das Urteil gegen die Mörder dreier Christen in der Türkei ist nun rechtskräftig

Foto: Brunnen-Verlag

Das Urteil gegen die Mörder dreier Christen in der Türkei ist nun rechtskräftig

Die fünf Hauptangeklagten im Prozess um einen Mord an zwei türkischen und einem deutschen Christen sind mit ihrer Berufung vor einem Gericht in Ankara gescheitert. Das berichten die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und die regierungsnahe Zeitung Daily Sabah am Mittwoch übereinstimmend.

Demnach bestätigte das Gericht die Haftstrafen von jeweils drei Mal lebenslänglich gegen die fünf Angeklagten wegen Mordes. Darüber hinaus wurden sie wegen Freiheitsberaubung und versuchten Raubes zu 39 Jahren Haft verurteilt.

Hinweise auf Folter

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten im April 2007 den deutschen Theologen und Missionar Tilmann Geske, damals 46, sowie zwei einheimische Mitarbeiter in den Räumen des Zirve-Bibelverlags im ostanatolischen Malatya getötet hatten, indem sie ihnen die Kehle durchschnitten. In der Obduktion wurden an Geskes Körper laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung 156 Messerstiche gezählt. Die beiden anderen Opfer, beides christliche Konvertiten, seien mit weniger Stichen getötet worden. Es gebe Hinweise für Folter. Die Täter waren zum Tatzeitpunkt zwischen 19 und 20 Jahre alt. Medienberichten zufolge hatten sie den Opfern vorgeworfen, Muslime missionieren zu wollen.

Geske war Absolvent der evangelikal geprägten Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel. Seine Frau Susanne gab kurz nach der Tat laut der Nachrichtenagentur AFP im türkischen Fernsehen an, keine Rachegedanken zu hegen. Sie wolle über die Mörder ihres Mannes dasselbe sagen, das auch Jesus über dessen Mörder am Kreuz gesagt habe: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Von: Nicolai Franz

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