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Union wirbt für evangelischen Gebetstag

Für Sonntag ruft das Hilfswerk "Open Doors" gemeinsam mit der Weltweiten Evangelischen Allianz zum Gebet für verfolgte Christen auf. Die Menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, und der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der Union (EAK), Thomas Rachel, unterstützen die Aktion.
Von PRO

Foto: Laurence Chaperon / Bundestagsfraktion der CDU/CSU

"Wir müssen leider feststellen, dass weltweit die Diskriminierung und Verfolgung von Christen zunimmt", teilte Steinbach in einer Presseerklärung mit. Die Bilanz sei "erschreckend": In mindestens 64 Ländern der Erde mit fast 70 Prozent der Weltbevölkerung sei die Religionsfreiheit stark eingeschränkt oder nicht vorhanden. "Wir brauchen weltweit ein friedliches Miteinander der Religionen. Wir brauchen aber auch Solidarität mit denen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden", so Steinbach. "Und das sind heute vor allem auch Christen." Der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Thomas Rachel, fand ebenfalls deutliche Worte: "Es ist ein bleibender Skandal und ein zum Himmel schreiendes Unrecht, wenn Menschen in so vielen Ländern der Erde immer noch aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen diskriminiert, drangsaliert und verfolgt werden", erklärte er am Freitag.

Es sei zu beobachten, dass sich die Situation der Christen in vielen Staaten verschlechtere, heißt es in der Erklärung von Steinbach. Erst vor kurzem seien in Ägypten 20 koptische Christen getötet worden, mehr als 100.000 hätten das Land seit diesem Frühjahr verlassen. "In Syrien und dem Irak werden Christen nach wie vor verfolgt oder getötet (…) In der Türkei stellen wir mit großer Besorgnis fest, dass sich die Situation der Christen kaum verbessert." Steinbach wies darauf hin, dass das Leben für Christen in Asien auch nicht leicht sei. "Besonders in China, Nordkorea, Malaysia, Burma und Indonesien werden Christen gezielt durch staatliche und gesellschaftliche Kräfte diskriminiert oder verfolgt", teilte sie mit. Am schlimmsten sei dabei die Situation in Nordkorea: dort hätten Christen "keinerlei Existenzberechtigung".

Christen müssen ihren Glauben verheimlichen

"Auch in den afrikanischen Staaten, wie Eritrea, Somalia, Äthiopien oder Nigeria werden Christen diskriminiert und verfolgt", beklagte die CDU-Politikerin. "Christen müssen immer häufiger ihre Religionszugehörigkeit verheimlichen und können oftmals nur noch im Untergrund ihren Glauben praktizieren." Rachel stimmt dem zu: "Mit Recht hat die Evangelische Allianz den Schwerpunkt des diesjährigen Gebetstages auch auf die nordafrikanischen Staaten gelegt (…) Der sogenannte ‘Arabische Frühling’, der vor allem den Islamisten einen neuen und bedenklichen Aufwind bereitet, droht zum unbarmherzigen Winter für Christen und andere Minderheiten zu werden", teilte er mit. Die Situation erscheine katastrophaler denn je: "Gewaltsame Übergriffe, Morde, Pogrome und Diskriminierungen durch die islamische Mehrheitsgesellschaften sind nahezu an der Tagesordnung."

"Gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Christen in aller Welt müssen wir uns politisch noch stärker positionieren, die öffentliche Aufklärung darüber intensivieren und vor allem auch in der Fürbitte nicht nachlassen", forderte Rachel. "Der Weltweite Gebetstag der evangelischen Christen ist ein Signal der Anteilnahme für verfolgte Glaubensbrüder und -schwestern", erklärte Seinbach. (pro)

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