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Unabhängiger Journalismus für viele Junge unwichtig

Junge Menschen konsumieren Nachrichten immer häufiger nur noch in den Sozialen Medien, fand eine Studie heraus. Dabei definieren Jüngere Nachrichten nicht nur als journalistisches Gut, sondern zum Beispiel auch als Äußerungen von YouTubern und halten unabhängigen Journalismus für weniger wichtig.
Von PRO
Jugendliche haben eine ganz andere Vorstellung vom Begriff „Nachrichten“ als Ältere und konsumieren diese auch woanders

Foto: Luke Porter/Unsplash

Jugendliche haben eine ganz andere Vorstellung vom Begriff „Nachrichten“ als Ältere und konsumieren diese auch woanders

Junge Erwachsene nutzen immer öfter Soziale Medien als Nachrichtenquelle. Das stellt die deutsche Teilstudie des jährlichen „Reuters Institute Digital News Report“ fest, die vom Leibniz-Institut für Medienforschung verantwortet wird. 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in Deutschland gaben an, dass sie sich hauptsächlich durch Social Media über die Nachrichtenlage informierten. Im vergangenen Jahr waren es noch 22 Prozent. Neun Prozent gaben dieses Jahr an, dass sie sich aussschließlich durch Facebook, Instagram und Co. auf dem Laufenden halten.

Ältere Menschen assozierten mit dem Begriff „Nachricht“ automatisch Journalismus, zitiert n-tv.de einen Medienforscher des Leibniz-Instituts, Sascha Hölig. Bei jungen Menschen könnten aber zum Beispiel auch YouTuber bei der Verbreitung von Nachrichten eine wichtige Rolle spielen. 56 Prozent der 18- bis 24-Jährigen halten zudem unabhängigen Journalismus für wichtig. Bei den über 55-Jährigen sind das 88 Prozent.

Lokalnachrichten noch immer wichtig

35 Prozent aller Befragten sorgen sich jedoch über Facebook als Verbreitungsweg, weil sie Angst haben, echte Nachrichten nicht von Falschnachrichten unterscheiden zu können. Die am weitesten verbreitete Nachrichtenquelle in allen Altersgruppen ist immer noch die Lokalzeitung – online oder als Printprodukt. Jüngere suchen aber häufiger lokale Gruppen im Netz oder Online-Foren auf, um sich darüber zu informieren, was in ihrer Umgebung geschieht.

Von: Swanhild Zacharias

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