Umfrage zur Digitalisierung in Kirchen startet

Wie geht die Kirche mit Künstlicher Intelligenz um und wie ist sie in der digitalen Seelsorge aufgestellt? Diese und andere Fragen behandelt eine Studie zur „Digitalisierung im Raum der Kirchen“. Seit Donnerstag können Interessierte daran teilnehmen.
Von Johannes Blöcher-Weil
In einer neuen Umfrage geht es auch darum, wie gut die Kirchen in der digitalen Seelsorgen aufgestellt sind.

Es geht um christliche Influencer, Künstliche Intelligenz in der Kirche und die Rolle der digitalen Seelsorge. Diese und weitere Fragen bilden einen Schwerpunkt der Studie „Digitalisierung im Raum der Kirchen“. Der Versicherer im Raum der Kirchen (VRK) führt sie ab 15. Januar in Kooperation mit der Macromedia University Köln und weiteren Partnern durch.

Die Befragung ist seit gestern unter www.vrk.de/dirk erreichbar. Teilnehmen können alle deutschsprachigen Kirchenmitglieder und -mitarbeiter aller christlichen Konfessionen. Zahlreiche Landeskirchen, Bistümer sowie caritativ-diakonische und andere kirchliche Einrichtungen bewerben die Befragung, die bereits 2023 in ähnlicher Weise stattgefunden hat.

Die Doppelperspektive von Mitgliedern und Mitarbeitern sei wichtig, um unterschiedliche Wahrnehmungen und Erwartungen abzugleichen, heißt es in der VRK-Mitteilung. Ziel sei es, das breite Bild zu genannten Themen im kirchlichen Umfeld insgesamt zu aktualisieren und zu vertiefen.

„Vergleiche ermöglichen“

Studienleiter ist der Professor für Kommunikationsmanagement, Holger Sievert, von der Kölner Macromedia University. Um Vergleiche zu ermöglichen, habe man die Grundmethodik beibehalten. Es gebe aber auch einige neue Befragungselemente, zu denen es bisher noch keine Erhebungen gab. Dabei gehe es um Suchtentwicklungen bezogen auf Social Media oder die geographische und religiöse Verortung von Influencern.

An der Vorgängerstudie 2023 hatten über 5.000 Menschen teilgenommen und sie bis zur heute umfangreichsten Studie in diesem Feld gemacht. Ein Ergebnis war, dass Kirchenmitglieder deutlich digitaler unterwegs sind als die Gesamtbevölkerung. Allerdings hinkten kirchliche Institutionen bei vielen digitalen Themen gegenüber Unternehmen etwa zehn Jahre hinterher.

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