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Umfrage: Mehrheit für Internet-Ministerium auf Bundesebene

Fast die Hälfte der Deutschen würde laut einer Umfrage die Einrichtung eines Internet-Ministeriums begrüßen. Der Verband für Internetwirtschaft fordert darüber hinaus eine Aufwertung der parlamentarischen Arbeit von Netzpolitikern.
Von PRO
Durch die Einrichtung eines Ministeriums könnte die Verantwortung für netzpolitische Themen gebündelt werden

Foto: pro/Anna Lutz

Durch die Einrichtung eines Ministeriums könnte die Verantwortung für netzpolitische Themen gebündelt werden

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einrichtung eines Internet-Ministeriums. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Eco-Verbands der Internetwirtschaft im August durchgeführt hat. Das berichtete das Handelsblatt am Dienstag. Bislang sind im Bundeskabinett die Zuständigkeiten für Internet-Fragen auf mehrere Minister verteilt.

In der Umfrage sprachen 48 Prozent der Befragten dafür aus, die Verantwortung für netzpolitische Themen in der nächsten Legislaturperiode in einem Ministerium zu bündeln. Nur 19 Prozent gaben an, dass die Verantwortung für netzpolitische Themen auch in der nächsten Legislaturperiode bei unterschiedlichen Ministerien liegen solle. Bisher sind die Ressorts Verkehr, Wirtschaft, Justiz und Innen zuständig.

Digitalisierung bleibt „Game Changer”

Die Digitalisierung werde auch in den kommenden vier Jahren „ein wesentlicher Game Changer in nahezu allen Bereichen unseres Lebens bleiben“, sagte Eco-Vizechef Oliver Süme. „Es wird daher mehr als Zeit, die Netzpolitik aus ihrer Nische zu holen und ihr im Rahmen der Regierungsarbeit den ihr angemessenen Platz zuzumessen.“

Neben der Einrichtung eines Internet-Ministeriums zur ressortübergreifenden Koordinierung netzpolitischer Fragestellungen sollte aus Sicht des Verbandes auch die parlamentarische Arbeit aufgewertet werden. Süme plädierte für eine Stärkung der Netzpolitiker im Bundestag, beispielsweise durch die Einrichtung eines federführenden Ausschusses. Der bisherige Ausschuss „Digitale Agenda“ ist nicht „federführend“ bei Digitalthemen und kann lediglich „mitberatend“ tätig werden. (pro/dpa)

Von: dem/dpa

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