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Ulrich Parzany ist 70

Ein ganzes Leben für Gott: Der leidenschaftliche Evangelist Ulrich Parzany feiert am heutigen Donnerstag seinen 70. Geburtstag. Sein Alter hindert ihn nicht daran, weiterhin den christlichen Glauben einem Millionenpublikum zu verkündigen.
Von PRO

Foto: pro

Im Jahr 1955 fand der am 24. März 1941 geborene Essener durch den damaligen Jugendpfarrer Wilhelm Busch im bekannten christlichen Jugendzentrum "Weigle-Haus" zum Glauben. In einem Interview mit dem Webportal livenet.ch erzählt der Evangelist, er habe sich damals damit auseinander gesetzt, "dass die Bibel Gottes Wort ist und wir daraus die entscheidenden Tipps fürs Leben bekommen können". Daraufhin habe er sich für ein Leben mit Christus entschieden.

Beeindruckt von dieser Erfahrung, arbeitete Parzany bis 1961 ehrenamtlich in der Jugendarbeit mit. Von 1960 bis 1964 absolvierte er an den Universitäten in Wuppertal, Göttingen, Tübingen und Bonn sein Theologiestudium, um dann sein Vikariat im damals jordanischen Ost-Jerusalem zu verbringen.

Nach seinem 2. Staatsexamen übernahm Parzany die Leitung des "Weigle-Hauses" und arbeitete dort von 1967 bis 1984 als Jugendpfarrer. Doch bei dieser Arbeit allein blieb es nicht, und so wurde der Evangelist Vorsitzender des missionarischen Jugendkongresses "Christival" in den Jahren 1976 und 1985, bevor er von 1984 bis 2005 als Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland tätig war.

"Die Botschaft von Jesus so sagen, dass Menschen aufhorchen"

Gemeinsam mit Billy Graham hatte Parzany drei Jahre lang den Vorsitz des nationalen Komitees für "ProChrist" inne, um danach zu dessen Leiter und Redner berufen zu werden. Per Satellit werden die Gottesdienste über die Grenzen von Deutschland hinweg ins europäische Ausland übertragen und erreichen so ein Millionenpublikum. Das Ziel der Projektarbeit ist es, "die Botschaft von Jesus so zu sagen, dass Menschen aufhorchen, sich damit beschäftigen und Christus folgen", erläuterte Parzany einmal in einem Interview.

Nach Ansicht des Geschäftsführers des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, hat sich in den letzten 40 Jahren kein deutscher Theologe engagierter, effektiver, glaubwürdiger und vor allem kompetenter für das Thema "Evangelisation" eingesetzt, als Ulrich Parzany. Baake erinnerte daran, dass es Parzany gelungen sei, die Grenzen der Denominationen der Kirchen und Gemeinden zu überwinden. Selbst in der Katholischen Kirche gebe es viele, die seine Art der evangelistischen Verkündigung würdigten.

Parzany bekleidete im Laufe seines Lebens zahlreiche Ämter: So war er von 1994 bis 1998 Vorsitzender des Exekutivkomitees der Lausanner Bewegung in Europa, von 1987 bis 2004 Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und von 2002 bis 2005 war er Vorsitzender der "Koalition für Evangelisation in Deutschland", des deutschen Zweiges der Lausanner Bewegung. Weiterhin war Parzany der Direktor des "Pavillons der Hoffnung" bei der Weltausstellung "Expo 2000" in Hannover.

Eine besondere Ehre wurde dem Evangelisten 1998 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes zuteil, das Parzany aus der Hand des damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel erhielt. Trotz seiner Pensionierung im Jahr 2005 ist der Geistliche auch heute noch in den verschiedensten Bereichen der Verkündigung tätig und predigt weiterhin das Evangelium von Jesus Christus.

Auf die Frage, was für ihn das Wichtigste des christlichen Glaubens sei, antwortete Parzany einmal: "Dass wir zur Ehre Gottes und zur Hilfe für andere Menschen leben und dass wir die Liebe Gottes und die Vergebung der Schuld als Geschenk annehmen." Für ihn sei es das Beste, dass Jesus ihn zu seinem Eigentum gemacht habe und niemand solle auch nur einen Tag versäumen, gemeinsam mit Christus zu leben. (pro)

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