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Ukraine: Inseln der Hoffnung

Es sind Hoffnungsgeschichten aus der Ukraine, die Burkhard Rudat in seinem Buch „Villa Sonnenschein“ erzählt. Die vielen kleinen Episoden erzählen von der Arbeit des Hilfswerkes „Brücke der Hoffnung“. Eine Rezension von Lydia Ullrich
Von PRO
Das Buch „Villa Sonnenschein“ vom Leiter des christlichen Hilfswerkes „Brücke der Hoffnung“, Burkhard Rudat, erzählt Geschichten aus der Ukraine

Foto: Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH

Das Buch „Villa Sonnenschein“ vom Leiter des christlichen Hilfswerkes „Brücke der Hoffnung“, Burkhard Rudat, erzählt Geschichten aus der Ukraine

Seit den Kämpfen auf dem Majdan in Kiew erreichen Deutschland eher selten gute Nachrichten aus der Ukraine. Das Buch von Burkhard Rudat beinhaltet dagegen viele kleine hoffnungsvolle und ermutigende Geschichten aus den letzten Jahren.
Rudat ist Leiter des Hilfswerkes „Brücke der Hoffnung“ und arbeitet seit 1977 in der Mission. Bis zur Öffnung der Berliner Mauer schmuggelte er Bibeln in die DDR und nach Osteuropa. Seine Berufung für die Ukraine geschah im Sommer 1993, erzählt Rudat in dem Buch. Er war gerade bei einem Freund in einem Moskauer Studentenwohnheim, als die Frage aufkam, wie es mit seiner Missionsarbeit weiter gehen soll. Noch während eines Gebets klopfte es an der Tür. Ein Pastor aus der Ukraine bat ihn, zu ihm in die Heimat zu kommen. Für Rudat war das der Hinweis Gottes, mit dem Hilfswerk „Brücke der Hoffnung“ in dem Land zu beginnen.

Hilfe für die Ärmsten der Armen

Ein Schwerpunkt von „Brücke der Hoffnung“ ist es, Kindern aus gestörten Familien zu helfen. So hat das Hilfswerk mehrere Tageskinderheime wie die „Villa Sonnenschein“, „Villa Regenbogen“ und das „Tageskinderheim am See“ gegründet. Die meisten Kinder kommen aus Familien, in denen Armut und Alkohol das Leben beherrschen. Es ist berührend zu lesen, dass sich die Kinder an kleinen Dingen erfreuen und Feste wie Weihnachten und Ostern feiern können.
Weitere Geschichten handeln davon, wie den Menschen in den „vergessenen Dörfern“ der Ukraine Hilfe zur Selbsthilfe gegeben wird. Armut und Hoffnungslosigkeit sind in diesen Dörfern besonders groß. Es gibt kaum Arbeit. Roma-Familien werden auch in diesen Dörfern von der Gesellschaft ausgegrenzt und haben selten etwas anderes als Betteln gelernt. „Brücke der Hoffnung“ zeigt solchen Familien, wie sie sich selber versorgen können. Außerdem erhalten Mädchen Nähunterricht, und die Jungen eine Handwerksausbildung.
Der Krieg und die wirtschaftliche Lage macht die Situation der Armen im Land noch schlimmer. Die Mitarbeiter von „Brücke der Hoffnung“ helfen Flüchtlingen mit Brennholz und Lebensmitteln und geben ihnen dadurch etwas Hoffnung.
Das Hilfswerk hat den Wunsch, „Hoffnungsträger für die Ukraine“ zu sein. Die vielen kleinen Geschichten in dem Buch zeigen, dass dies dem Hilfswerk gelingt, auch wenn vor den Initiatoren noch ein weiter Weg liegt, wie sie selber sagen. (pro)
Burkhard Rudat: „Villa Sonnenschein – Hoffnungsgeschichten aus der Ukraine“, Verlag der Francke-Buchhandlung, 170 Seiten, Farbfotos, 7,95 Euro, ISBN: 9783868274943

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