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Überblick über Relotius-Fälschungen

Das Magazin Der Spiegel hat eine Übersicht über den Stand der Nachforschungen zu den gefälschten Artikeln von Claas Relotius veröffentlicht. Die Leser können Hinweise zur Aufklärung des Betrugsfalls geben.
Von PRO
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„Sagen, was ist“, die Devise des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, gilt auch für die Aufarbeitung des Betrugsfalls im eigenen Haus

Foto: Wolfgang Meinhart

„Sagen, was ist“, die Devise des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, gilt auch für die Aufarbeitung des Betrugsfalls im eigenen Haus

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat eine Übersicht über den Stand der Nachforschungen zu den gefälschten Artikel von Claas Relotius auf der eigenen Internetseite veröffentlicht. Der Reporter hatte in Artikeln Details teilweise frei erfunden oder stark übertrieben. Im Dezember 2018 hatte das Nachrichtenmagazin den Betrug im eigenen Haus aufgedeckt und die Fälschungen öffentlich gemacht. Derzeit werden beim Spiegel alle Texte überprüft, die von Relotius erschienen sind. Der am Donnerstag online veröffentlichte Überblick dokumentiert den Lesern den aktuellen Stand über die interne Überprüfung der betroffenen Texte.

Aktuell sind auf der Seite 28 Beiträge von Relotius gelistet. Zudem bittet die Redaktion die Leser um Mithilfe. Hinweise zu gefälschten Artikeln können an eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse übermittelt werden. Eigenen Angaben zufolge sind im Spiegel und bei Spiegel Online in den vergangenen Jahren insgesamt rund 60 Beiträge von Relotius erschienen. „Viele haben sich als in wesentlichen Teilen gefälscht herausgestellt”, schreibt Spiegel-Online am Donnerstag.

Zur internen Aufarbeitung haben der Verlag und die Redaktion eine Kommission aus internen und externen Fachleuten eingesetzt. Die Kommission soll „die Routinen im Haus und die Sicherungssysteme überprüfen”. Bis die Ergebnisse der Kommission veröffentlicht werden, könne es „allerdings noch Monate dauern“.

Eigenen Angaben zufolge ist die Liste der Relotius-Texte noch nicht vollständig. Die von Relotius verfassten Artikel will der Spiegel „bis auf wenige Ausnahmen, bei denen die Betroffenen um Löschung gebeten haben – bis zu einer weitgehenden Klärung des Falles unverändert“ im Archiv belassen. Die gefälschten Artikel sind im Archiv mit einem Hinweis versehen.

Von: Norbert Schäfer

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