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TV-Star plant Enthüllungsbuch über Scientology

Die Hauptdarstellerin der Fernsehserie „King of Queens“, Leah Remini, plant ein Enthüllungsbuch über die Sekte Scientology. Im Interview mit dem People Magazine sprach sie über ihre Gründe, die Organisation zu verlassen.
Von PRO

Foto: LarkinVain, flickr, CC BY-NC-ND 2.0

Über drei Jahrzehnte gehörte die 43-Jährige Remini Scientology an. Sie hat die Sekte, die sich selbst als Kirche bezeichnet, unter anderem deswegen verlassen, weil es eine „Standardpraxis der Kirche ist, Familienmitglieder auseinanderzureißen“, sagte sie dem People Magazine. „Ich glaube daran, dass Menschen ihre Familie und Freunde schätzen sollen und dürfen“, erklärte die Schauspielerin. Dies gelte auch dann, wenn jemand gegen die Regeln der Organisation verstoßen habe. Das Buch solle schonungslos werden: „Ich werde meinen Mund nicht halten“, erklärte Remini in Los Angeles. „Alles was tabu ist, wird in dem Buch sein.“

Laut der Tageszeitung New York Post wurde Remini der Organisation auch deswegen überdrüssig, weil sie über Jahre von Scientology-Mitarbeitern verhört und bedrängt worden war. Der Grund für die Sanktionen: Remini hatte sich 2006 auf der Hochzeit von Tom Cruise und Katie Holmes nach dem Verbleib von Shelly Miscavige erkundigt. Shelly Miscavige, Ehefrau von Scientology-Führer David Miscavige, wurde seit 2006 nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Ehemalige Sektenmitglieder spekulieren, dass sie aufgrund „falschen Verhaltens“ in einem angeblichen Geheimgefängnis der Sekte festgehalten wird. Die Nichte des Ehepaares, Jenna Miscavidge, hat mehrfach Interviews über ihren eigenen Ausstieg aus der Sekte gegeben (pro berichtete).

Rückhalt in der Familie, Kritik von anderen Stars

Reminis Familienangehörige, teils aktive, teils ehemalige Sektenmitglieder, unterstützen die Schauspielerin in ihrer Positionierung gegen Scientology. Reminis Mutter, Vicki Marshall, sei laut des amerikanischen Journalisten Tony Ortega eine Scientologin des höchsten Levels. Auch ihr Stiefvater habe eine hohe Position in der Sekte. Die Familie habe Remini versprochen, zu ihr zu halten. Mit ihrem Mann Angelo Pagan, der ebenfalls Scientology-Mitglied ist, hat sie eine Tochter.

Öffentliche Solidarität kommt auch von Drehbuchautor und Oscar-Gewinner Paul Haggis („James Bond: Casino Royale“), der die umstrittene Organisation bereits 2009 verließ. „Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich Leah bewundere“, schrieb er in einem offenen Brief.

Prominente, die nach wie vor von Scientology überzeugt sind, haben sich hingegen von Remini distanziert. So sei die Schauspielerin Kirstie Alley („Guck‘ mal, wer da spricht“) „stinksauer“ auf Remini, teilte sie via Twitter mit.

Remini wurde durch ihre Rolle der Carrie Heffernan in der Sitcom „King of Queens“ bekannt, die auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird. Zwischen 1998 und 2007 lief die Serie auf dem amerikanischen Fernsehnetwork CBS. Ihren Fans habe sie bei Autogrammwünschen laut der Süddeutschen Zeitung den Scientology-Leitfaden „Way to Happiness“ zugesandt. (pro)

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