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TV-Pfarrer Fliege im Ruhestand

Jürgen Fliege ist nicht mehr als Pfarrer der rheinischen Landeskirche angestellt. Mit 63 Jahren ist der ehemalige ARD-Moderator Anfang April in den Ruhestand gegangen. Im Internet wird Fliege aber wohl weiterhin auftreten.

Von PRO

Foto: wikipedia

Zumindest hinter der Kanzel wird Jürgen Fliege künftig wohl kaum noch zu sehen sein. Wie die Evangelische Kirche im Rheinland gegenüber pro bestätigte, hatte der umstrittene Geistliche seinen Ruhestand selbst beantragt. Seine Ordinationsrechte als Pfarrer behält er jedoch, das heißt, er darf weiterhin predigen, taufen oder beerdigen. Freigestellt hatte die Kirche den Pfarrer wegen seiner Medientätigkeiten bereits vor Jahren.

Fliege war von 1994 bis 2005 Moderator der gleichnamigen Talkshow in der ARD, die wegen Zuschauerschwund abgesetzt werden musste. Ab 2006 moderierte er eine fünfstündige Show namens "Flieges Welt" beim Call-in-Kanal "Help TV", die 2008 eingestellt wurde. Mittlerweile wird die Sendung "Fliege-TV" als Livestream oder Abrufvideo im Internet angeboten. Darin beschäftigt er sich mit übersinnlichen Phänomenen, Nahtoderfahrungen, Engelerscheinungen oder alternativen Heilmethoden. Jürgen Fliege ist zudem Herausgeber des Monatsmagazins "Fliege – Die Zeitschrift" und er betreibt eine Stiftung, die in Not geratene Menschen unterstützt. Jürgen Fliege hat über 20 Bücher geschrieben, sein letztes Buch heißt "Die Heilkraft des Wassers".

Gern auch mal esoterisch

Im vergangenen Jahr machte Fliege mit der Gründung einer eigenen Internet-Kirche Schlagzeilen.  Auf der Seite www.fliege.de bewirbt er seine Zeitschrift, seine Stiftung und seine Internet-Sendung. Die Webseite soll laut Fliege eine "Plattform" sein, "wie eine echte Gemeinde, ein Ort zum Beten und Kommunizieren".

In die Kritik geriet Fliege 2005, als er in seinem damals erschienenen Buch "Die Ordnung des Lebens" schrieb: "Es gibt keinen wahren einzigen Gott und keinen einzig wahren Glauben!" Zudem sei die Zeit gekommen, von der Predigt vom Sühneopfer Christi Abschied zu nehmen. Der Apostel Paulus irre gewaltig, wenn er davon ausgehe, dass man Jesus von Nazareth als den Sohn Gottes erkannt haben müsse, um ewiges Leben zu haben. In der Sendung "Menschen bei Maischberger" bekannte er sich im Januar dieses Jahres zur Esoterik. In der Sendung "Seher und Propheten – Geheimwissen oder fauler Zauber?" erklärte er, man könne die Dienste von Hellsehern und Heilern in Anspruch nehmen und zeigte sich von der Arbeit esoterischer Wahrsager beeindruckt. (pro)

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