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Trumpf: Ein Vorzeigeunternehmen

Ihr Unternehmen hat in den Leitlinien christliche Werte niedergeschrieben. Auch der Chefin der Firma Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, ist ihr christlicher Glaube wichtig. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat das „Vorzeigeunternehmen“ portraitiert.
Von PRO
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat das Unternehmen Trumpf portraitiert. Deren Chefin, Nicola Leibinger-Kammüller, ist der christliche Glauben ein Herzensanliegen

Foto: pro

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat das Unternehmen Trumpf portraitiert. Deren Chefin, Nicola Leibinger-Kammüller, ist der christliche Glauben ein Herzensanliegen

Leibinger-Kammüller ist die Tochter von Berthold Leibinger. Er hat vor acht Jahren seine Tochter zu seiner Nachfolgerin bestimmt. Leibinger selbst ist seit 1962 Gesellschafter bei Trumpf. Nach und nach hat er alle Anteile des kinderlosen Firmeninhabers Christian Trumpf übernommen.

Nicht nur Harmonie

In Zeiten der Wirtschaftskrise verstummte die Kritik an der Ernennung Leibinger-Kammüllers, denn anders als viele andere, musste das schwäbische Familienunternehmen keine Mitarbeiter entlassen. Die vierfache Mutter und promovierte Philologin legt in der Führung des Unternehmens viel Wert auf Flexibilität und Kommunikation.
Der sonntägliche Kirchgang prägte von klein auf das Familienleben der Leibingers. Zudem habe die Familie einen eigenen Kodex, der seine Mitglieder auch zu kulturellem, sozialem und politischem Engagement verpflichtet. Eine gewisse Strenge gehöre auch zur Führung des Unternehmen, das Laser und Werkzeugmaschinen für die Hightechindustrie produziert.

„Wir verzeihen Fehler!“

„Es darf kein Makel mehr sein, Zeit für sich selbst zu brauchen“, zitiert die FAZ die Unternehmerin. In den Trumpf-Leitlinien heißt es: „Wir verzeihen Fehler!“ Bevor Mitarbeiter entlassen würden, gebe es zunächst eine intensive Ursachenforschung.
Im Rahmen des Kongresses Christlicher Führungskräfte hatte Leibinger-Kammüller bezweifelt, dass es möglich sei, ein Unternehmen christlich zu führen. Ein Unternehmen könne man gut oder schlecht führen, aber eine christliche Unternehmensführung gebe es nicht: „Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass uns das Wertesystem unseres Glaubens gute Rahmenbedingungen nahelegt.“ Eine langfristige Unternehmensführung, die Mitarbeiterorientierung und das Handeln zum Wohl des Umfeldes seien die drei Säulen des Unternehmens. Um den Wünschen der Mitarbeiter Rechnung zu tragen, können diese alle zwei Jahre neu wählen, wie viele Wochenstunden sie arbeiten möchten.

Position beziehen

Zum Wohl des Umfeldes zu handeln bedeute auch, als Familienunternehmen Position in gesellschaftlichen Diskussionen zu beziehen, was nicht immer angenehm sei. In Konfliktsituationen zeige sich, an welchem Wertegerüst sich ein Unternehmer orientiere. „Ich bin der festen Überzeugung, dass mir mein christlicher Glaube die Grundlage für verantwortliches Handeln gibt“, sagte sie in Leipzig. Ein Christ in einer Leitungsfunktion solle von sich selbst absehen und der Gemeinschaft dienen.
Die Unternehmerfamilie erhielt 2006 den Deutschen Fairness-Preis für ihre Verdienste um eine faire und transparente Unternehmens- und Führungskultur. Leibinger-Kammüller bekam für ihren Einsatz in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft 2008 das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Sie ist Kuratoriumsmitglied in der Internationalen Martin Luther Stiftung und sitzt im Aufsichtsrat bei Axel Springer, der Deutschen Lufthansa und bei Siemens. (pro)

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