Das christliche Medienmagazin

Tipps zum Wünschen und Schenken

Ihre Weihnachtswunschliste ist noch leer, oder Sie sind auf der Suche nach Geschenken zum Fest? pro hat einen Blick auf aktuelle Veröffentlichungen geworfen und verrät, welche sich lohnen.
Von PRO
Zum wünschen oder schenken: Filme, Musik und Bücher zu christlichen Themen

Foto: adeo/Gerth Medien/SCM Hänssler

Zum wünschen oder schenken: Filme, Musik und Bücher zu christlichen Themen

Wunder gibt es immer noch

Von biblischen Zeiten bis hinein ins Hier und Jetzt eines jeden Gläubigen: Jesus Christus tut Wunder! Der Radiopfarrer, „ProChrist“-Redner und Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Württemberg, Steffen Kern, hat dies selbst erlebt und macht in seinem Buch „Mein Gott, Jesus“ Bibelstellen über Jesus lebendig. Dabei wählt er Beispiele aus dem Alltag der Menschen – das Buch dient der persönlichen Erbauung, bietet Raum für Notizen und Fragen, um über die einzelnen Abschnitte ins Gespräch zu kommen. Kerns Begeisterung für und Erfahrung mit Gott steckt den Leser an; doch auch schwierige Fragen werden nicht ausgeblendet. Was, wenn angesichts schwerer Krankheit kein Wunder geschieht? „Jesus kommt, wann er will. Er handelt nach seiner Weise. Und die ist oft sehr wundersam. Mehr wundersam als wunderbar.“ Ein ehrliches, lesenswertes Buch. (mb)
Steffen Kern: „Mein Gott, Jesus! Seine Wunder bewegen die Welt“, SCM Hänssler, 238 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 9783775156646

Vorwärts geht’s immer

Wer hohe literarische Kost erwartet, wird enttäuscht. Wer sich kurzweilig in das Leben eines echten Schurken einlesen will, bekommt das, was er sucht. Partys, Frauen, Drogen und vor allem Geld – das war Josef Müllers Leben, bevor er wegen Steuerhinterziehung und anderer Delikte fünf Jahre in Haft war. Wie er in seinem nun zweiten Buch „Go!“ schreibt, hat er derzeit noch mehr als zehn Millionen Euro Schulden. Er fühlt sich trotzdem reich. Aber dieses Mal gründet sein Reichtum nicht auf Geld: Im Gefängnis hat er zu Jesus Christus gefunden und sein Leben hat sich verändert. Teilweise schon aus seinem ersten Buch bekannt, erzählt der einstige Lebemann rückblickend seine Geschichte von Jugend an. Das ist nicht nur spannend, sondern auch ehrlich und voller Bekenntnisse – zu seinen Fehlern und zu seinem Glauben. Ein ermutigendes Buch, das zeigt, dass man trotz Krisen immer nach vorne schauen darf. (ak)
Josef Müller: „Go!“, Fontis, 256 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 9783038480570

Mit dem Herzen denken

Bei der Schweizer Autorin Iris Muhl kommt selbst in der denkbar schwierigsten Situation besinnliche Stimmung auf: In ihrer Novelle „Die Nacht der Versprengten“, die auf einer wahren Begebenheit beruht, versöhnen sich amerikanische und deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg unter dem Christbaum. In einer zugeschneiten Waldhütte mitten in den Ardennen finden zunächst verwundete US-Soldaten, dann noch ein deutscher Trupp verirrter Soldaten Zuflucht bei einer Mutter und ihrem Sohn. Unter einem mit Watte geschmückten Weihnachtsbaum beschließen die Soldaten in einer Sprachmischung aus Englisch, Französisch und Handzeichen einen spontanen Waffenstillstand. Irgendwann spät abends wird zweisprachig das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ angestimmt. Das ist vor allem der Verdienst der Gastgeberin: Die Frau lebt unter Todesangst eine christliche Nächstenliebe und Barmherzigkeit in Zeiten des Krieges vor, die vorbildlich erscheint. In der angespannten Situation sorgen ihre Gebete für Beruhigung und Hoffnung, während ihre improvisierten Essigwickel das Fieber des verwundeten US-Soldaten nach unten drücken. Man kann nicht umhin, die emotionale Parallele zwischen den Nöten und Sorgen der eingeschneiten Zweckgemeinschaft in den Ardennen und der heutigen Situation mit den Kriegsflüchtlingen aus Syrien zu ziehen. (mim)
Iris Muhl: „Die Nacht der Versprengten. Die wahre Geschichte einer Christnacht im Krieg“, Fontis, 176 Seiten, 13,99 Euro, ISBN 9783038480594

Chris Tomlin versucht es noch einmal

Der Lobpreisleiter Chris Tomlin hat international bekannte Gemeindelieder wie „How Great Is Our God“ geschrieben. Mit „Adore: Christmas Songs of Worship“ versucht er sich nach 2009 erneut an einem Weihnachtsalbum, kann sich aber nicht wirklich steigern. Der seit Jahren bekannte einheitliche, hier meist langsam bis schleppend daherkommende Lobpreis-Sound macht viele Titel einfach langweilig. Freude hingegen bereiten die Klassiker „Silent Night“ und „What Child Is This“, was aber eher an den Liedern, als an der Interpretation liegt. Zu loben ist das Ansinnen hinter der Platte: Sich auf das konzentrieren, was an Weihnachten wichtig ist, nämlich Gott anzubeten. Nur die Umsetzung dürfte vielen Hörern zu einfallslos sein. (mb)
Chris Tomlin: „Adore: Christmas Songs of Worship“, Sixsteps, 16,98 Euro, ASIN B013FFTYE4

Irisches Weihnachten im Schleudergang

Auf dem Weihnachtsalbum „Joy – An Irish Christmas“ nebst beiliegender Konzert-DVD bietet das Duo Keith und Kristyn Getty bekannte Lieder zum Fest wie „Carol of the Bells“, „Joy to the World“ oder „Sleigh Ride“ an. Besinnliche Stimmung will sich leider kaum einstellen: Die Upbeat-Nummern mit Geige, Banjo und atemloser Stimme verbreiten eher Hektik als Vorfreude. Es handelt sich um genau die Art von Musik, die in Weihnachtsfilmen gespielt wird, wenn sich die Protagonisten im Supermarkt um die letzte Weihnachtsgans prügeln oder verzweifelt herumrennen, weil sie noch keinen Tannenbaum haben. Immerhin: Bei „Go, Tell It on the Mountain“ geht das Konzept auf, und mit „In Christ Alone“ ist auch ein feierliches Anbetungslied dabei. (mb)
Keith & Kristyn Getty: „Joy – An Irish Christmas“, Integrity Music, 17,95 Euro, ASIN B013TZBK5G

Lenny Kravitz und der Heilige Geist

Der amerikanische Regisseur Darren Wilson dreht Dokumentationen über Erlebnisse, die auf den Heiligen Geist zurückgeführt werden. In seinem neuesten Werk „Holy Ghost“ lässt er den weltbekannten Musiker und Christen Lenny Kravitz zu Wort kommen. Außerdem zeigt er, wie der Sänger der Rockgruppe „Korn“ vor seinem Konzert überraschten Fans Gebet anbietet und von seinem Glauben an Jesus erzählt. Das sind starke und beeindruckende Szenen eines Films, der ansonsten zugleich naiv und pathetisch wirkt. Angebliche Heilungen werden mit dramatischen Worten und bedeutungsschwerer Musik unterstrichen; manch eine zufällige Begegnung zu göttlicher Intervention erklärt – selbsterfüllende Prophezeiungen, könnte der skeptische Zuschauer hier und da denken. Mit Heidi Baker und Bill Johnson kommen schließlich Vertreter der mystisch-charismatischen Szene zu Wort – auch unter denen, die für den Heiligen Geist offen sind, nicht jedermanns Sache. (mb)
„Holy Ghost“, SCM Hänssler, FSK 0, 110 Minuten, 16,99 Euro, ASIN B00WKAZ5KS

Orangen bringen Kinderlächeln

Der über 100 Minuten lange Film „Orangen zu Weihnachten“ handelt von einem Waisenkind namens Rose, das seine liebe Not im Waisenhaus hat. Zuerst sind die anderen Kinder nicht gerade nett zu ihr. Aber vor allem ist der Leiter des Hauses, Mr. Crampton, extrem streng mit den Kindern. Der Film spielt vor etwa hundert Jahren, und durch die Kleider fühlt man sich in eine Mischung aus Jane Austen und Astrid Lindgren versetzt, nur auf Amerikanisch. Wer auf Kitsch steht und viel herzzerreißende Symbolik, der könnte sich einen verschneiten Winterabend aussuchen und den Film mit einer Tasse Kakao – und natürlich einer Orange – ansehen. Dass er die Geschichte des Films vollständig verstehen wird, darauf sollte sich der Zuschauer allerdings keine allzu großen Hoffnungen machen. Es geht um Vergebung, sagt die Erzählerin zum Schluss. (js)
„Orangen zu Weihnachten“, Gerth Medien, FSK 6, 100 Minuten, 14,99 Euro, ISBN 4051238033779

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