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Thomas Rachel: Konservative dürfen nicht heimatlos werden

Der CDU-Politiker Thomas Rachel schätzt das Engagement von Konservativen. In einem Christ & Welt-Interview fordert er die evangelische Kirche dazu auf, mehr auf deren Stimmen zu hören.
Von PRO
Der CDU-Politiker Thomas Rachel hofft, dass die Kirche in Zukunft auch auf konservative Stimmen aus ihren eigenen Reihen hört

Foto: EAK

Der CDU-Politiker Thomas Rachel hofft, dass die Kirche in Zukunft auch auf konservative Stimmen aus ihren eigenen Reihen hört

Konservative finden in der Kirche „vielleicht nicht immer genug“ Gehör. Das hat Thomas Rachel, CDU-Politiker und Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland, am Donnerstag in einem Interview mit der Zeit-Beilage Christ & Welt geäußert. Dabei stellten Konservative in den Gemeinden vor Ort oft die Mehrheit dar. In einigen kirchlichen Gremien seien konservative Meinungen allerdings häufig unterrepräsentiert.

Diejenigen, die sich in Gemeinden „aus einem frommen oder konservativen Weltbild engagieren“, hält Rachel für wertvoll für die Kirche. Sie dürften auf keinen Fall in eine Position der Rechtfertigung gedrängt werden. „Dass die frommen und bürgerlichen Gemeindemitglieder nicht heimatlos werden, wird vielleicht eine der größten Herausforderungen der evangelischen Kirche in den nächsten Jahren“, meint der parlamentarische Staatssekretär für Bildung und Forschung.

Deshalb ist Rachel gegen die „Ehe für alle“

Im Interview äußerte sich Rachel außerdem zu seiner Ablehnung der „Ehe für alle“. Als einziges Mitglied im fünfzehnköpfigen EKD-Rat hatte sich der Politiker vor der Bundestagsabstimmung öffentlich gegen die Umdefinierung der Ehe ausgesprochen. „Für mich ist wichtig, dass aus einer Ehe auch Kinder erwachsen können. Sie ist seit Jahrtausenden eine christliche Tradition und eine auf Lebenszeit angelegte Verbindung von Mann und Frau”, erklärte Rachel nun gegenüber Christ & Welt.

Der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der Union deutete an, dass er nicht der Einzige im Rat der EKD sei, der diese Auffassung vertrete. Die Meinungsvielfalt sieht er als Spiegel des Pluralismus, der den Protestantismus auszeichne. „Entscheidend ist, wie wir mit unterschiedlichen Meinungen umgehen“, meint Rachel. Er warnt die Kirche allerdings davor, sich dabei nicht in Gruppen und Lager aufzuspalten.

An konservative Gemeindemitglieder appelliert er: „Engagiert euch in unserer Kirche, damit auch eure Art, den Glauben zu leben oder die Bibel in den Mittelpunkt zu stellen, in der evangelischen Kirche Gewicht erhält!“ (pro)

Von: dem

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