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Thalia entschuldigt sich bei Christen für “Hasenfest”

Am Sonntag feiern Christen in der ganzen Welt die Auferstehung Jesu. Das Osterfest ist 2.000 Jahre alt. Die Thalia-Buchhandlung allerdings zieht es vor, das "Hasenfest" anzukündigen und entsprechend für den Kauf von Geschenken für dieses Fest zu werben. Verschiedene Christen haben ihren Unmut über die Werbekampagne bekundet.
Von PRO

Foto: www.thalia.de / pro

Wie die "Münstersche Zeitung" berichtet, fassen viele Christen die Umdeutung des Osterfestes zum "Hasenfest" als Beleidigung auf. Thalia-Buchhandlungen im ganzen Land werben derzeit mit dem Werbespruch "Die schönsten Geschenke fürs Hasenfest". Auf dem Plakat sind ein Junge im Hasenkostüm und bunte Eier zu sehen. "Der Begriff ‘Ostern’ kommt in der Werbung gar nicht vor", stellt die Zeitung fest.

"Das ist abscheulich"

Die münstersche Pfarrerin Erika Schweizer ist empört. "Mich ärgert es, dass das Wort Ostern einfach unterschlagen wird. Das Wort ‘Hasenfest’ gibt es nicht, das ist abscheulich, anbiedernd und gedankenlos", sagt Schweizer, die als Seelsorgerin in den Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe arbeitet. Sie beklagt eine Banalisierung des "ursprünglichsten Fests" der Christen und einen Sprachverfall, berichtet die Zeitung. Aus ihrer Gemeinde in Nienberge weiß sie von vielen Gläubigen zu berichten, die über die Werbung nicht lachen können. "Auch wenn ‘Hasenfest’ ein nettes Wort ist: Ostern sollte verstanden werden als Auferstehung Christi", sagt Schweizer, "die Fruchtbarkeit, für die Hase und Ei stehen, kommen erst danach."

Auch in anderen Orten regt sich Protest gegen die Plakate. Das Bistum Essen fragt, ob demnächst statt Weihnachten dann das "Ochs- und Eselfest" gefeiert und in "Hasenferien" gegangen wird. Der Stadtdechant der katholischen Kirche in Bonn beklagt eine zunehmende "Ent-Christianisierung des Landes".

Wie das "Bocholter-Borkener Volksblatt" berichtet, protestieren auch die katholische und die evangelische Kirche in Bonn gegen die Thalia-Werbung. Die Werbestrategen hätten da "das höchste Fest der Christen einfach mal umbenannt", kritisierte der katholische Stadtdechant Wilfried Schumacher auf der Website des Bonner Münsters. Er werde die Buchhandlung deshalb nicht mehr betreten. Eckart Wüster, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, schrieb: "Uns haben Menschen angesprochen, die betroffen und entsetzt vor den Werbebannern der Buchhandlungskette Thalia standen und sich in ihrem Glauben verletzt fühlten."

Thalia entschuldigt sich

Bei Thalia will man die Kritik der Kunden ernst nehmen, so die "Münstersche Zeitung". "Wir versuchen, bei unserer Werbung sensibel zu sein", sagt Pressesprecherin Mirjam Berle. "Es ist aber auch klar, dass wir nicht immer den Geschmack aller Kunden treffen können." Die aktuelle Kampagne ziele darauf ab, den Kunden Abwechslung in der Werbegestaltung zu bieten und den Hasen – vor allem für Kinder – als zentrales Element von Ostern aufzugreifen. "In anderen Städten stört das keinen, aber wir entschuldigen uns bei Kunden, die sich dadurch in ihrem christlichen Glauben verletzt fühlen."

Eberhard Isenbeck, Thalia-Filialleiter in Münster, ziehe Konsequenzen aus den negativen Reaktionen und die Werbung abhängen. "Uns ist Ostern als Fest wichtig, und wir werden die Werbemittel zum Thema Hasenfest ab sofort deutlich reduzieren." (pro)

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