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„Tatort“ über Mobbing und „Hatespeech“ im Internet

Im Kölner „Tatort“ geht es am Sonntag um Mobbing. Nicht nur ein Schüler wird wegen seiner Homosexualität Opfer von Angriffen seiner Mitschüler; auch ein Kommissar muss erfahren, wie es ist, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.
Von PRO
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Im „Tatort“ geht es am Sonntagabend um Mobbing und „Hatespeech“ im Internet

Foto: WDR/Thomas Kost

Im „Tatort“ geht es am Sonntagabend um Mobbing und „Hatespeech“ im Internet

Der Kölner „Tatort“ mit dem Titel „Kein Mitleid, keine Gnade“, der am Sonntagabend ausgestrahlt wird, handelt davon, wie Menschen im Internet oder auch im öffentlichen Leben beschuldigt werden. Der eine soll ein Mädchen begrapscht haben, der andere soll schwul sein. In der Schule werden oft Waffen benutzt, die über das Internet funktionieren und erst dadurch ihre Sprengkraft entwickeln.

Zu Beginn des Krimis „Kein Mitleid, keine Gnade“ mit den „Tatort“-Ermittlern Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) wird die Leiche eines 17-jährigen Jungens namens Jan Sattler gefunden. Bald stellt sich heraus, dass er schwul war und ein Verhältnis mit seinem Mitschüler Paul hatte. Deswegen wurden beide in der Schule gehasst und gemobbt. Vor allem die Mitschüler Emma, Lennart und Robin halten fest zusammen. Emma nutzt die Macht eines schnell mit dem Handy gedrehten Videos, um den Kommissar Schenk persönlich in die Schusslinie zu bringen: Der Polizist soll das Mädchen unsittlich angefasst haben, behauptet sie. Zwar zeigt das dazugehörige Handy-Video kaum etwas, das die Behauptung stützt, doch schnell macht die Anschuldigung die Runde, und Kommissar Schenk kommt in die Bredouille. „So geht das heute mit Cyber-Mobbing“, sagt Schenk. „Die setzen das einfach in die Welt.“ Und ein Kollege fügt hinzu: „Hast Du die Scheiße einmal an den Hacken, wirst Du sie nicht mehr los.“

„Mobbing findet vor unser aller Augen statt“

Seine Homosexualität konnten die Mitschüler des 17-jährigen Jan nicht akzeptieren. In einem Nebenstrang des „Tatorts“ geht es um einen jungen Mann, dessen Vater strenggläubiger Moslem ist. Auch er kommt mit der Homosexualität seines Sohnes nicht klar und greift zu drastischen Mitteln.

„Hatespeech, häusliche Gewalt und Mobbing finden vor unser aller Augen statt“, sagte der Autor der „Tatort“-Folge, Johannes Rotter, vorab der Presse. „Im Netz, bei der Arbeit und zu Hause. Sie können jede Person treffen.“ Er fügte hinzu: „In einer Gesellschaft, die sich so rasant ändert wie unsere, müssen wir gut aufeinander aufpassen, damit unsere Kinder diese Formen der Gewalt nicht als normal ansehen oder gar akzeptieren. Davon erzählt dieser Tatort.“ Schenk-Darsteller Dietmar Bär sagte: „Mobbing geht gar nicht. Im Film erleben wir Mobbing auf ganz unterschiedlichen Ebenen – unter Schülern, in der Familie und auch unter Kollegen.“

„Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade“, Sonntag, 12. Januar, 20.15 Uhr, Das Erste

Von: Jörn Schumacher

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