Tagung: Aktuelle Religionskritik im Fokus

Gibt es eine Renaissance des Atheismus? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Tagung des "Arbeitskreises für evangelikale Theologie", die im August im thüringischen Bad Blankenburg stattfindet. Referenten sind bekannte Theologen und Wissenschaftler.
Von PRO

Foto: Bengel-Haus

Die 15. Theologische Studienkonferenz des "Arbeitskreises für evangelikale Theologie" (AfeT) findet vom 23. bis zum 26. August in Bad Blankenburg (Thüringen) statt. Dort wollen die Wissenschaftler eine sachliche Auseinandersetzung zur aktuellen Religionskritik führen.

Der württembergische Theologe Heinzpeter Hempelmann (Schömberg/Stuttgart) beleuchtet in einem der Hauptreferate den "neuen Atheismus in der BRD – die Giordano-Bruno-Stiftung und ihre Ziele". Richard Dawkins steht als "provozierender Repräsentant einer wissenschaftlichen Weltanschauung" im Fokus des Vortrags von Jürgen Spieß (Marburg).
In Seminarblöcken sprechen etwa der Theologe und Alttestamentler Herbert H. Klement (Sprockhövel) über "Monotheismus und Gewalt", der Tübinger Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses, Rolf Hille, über die Geschichte und Dynamik des europäischen Atheismus und der christlichen Apologetik. Andreas J. Beck von der Universität Leuven befasst sich mit der "Frühneuzeitlichen Atheismus-Debatte".

Ein weiteres Thema ist zudem die Theodizee-Frage – Wie ist die Existenz eines allgütigen Gottes mit der Existenz von Leid und dem Bösen vereinbar? – als stärkstes Argument des Atheismus. Ulrich Eibach (Bonn), Professor für Systematische Theologie, befasst sich in einem Referat zum Thema "Gott im Gehirn" mit Argumenten der neurologisch begründeten Religionskritik. Der Oxforder Mathematikprofessor John Lennox musste seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen. 

Verleihung des Johann-Tobias-Beck-Preis 2009

Im Rahmen der Tagung wird auch der Johann-Tobias-Beck-Preis 2009 verliehen, Preiträgerin ist im diesem Jahr die Theologin Mihamm Kim-Rauchholz. Der nach dem deutschen Theologen benannte Preis wurde vom Arbeitskreis für evangelikale Theologie gemeinsam mit dem Brockhaus- und dem Brunnen-Verlag gestiftet, ist mit 1.000 Euro dotiert und wird seit 1987 jährlich zur Förderung schriftgemäßer theologischer Literatur vergeben.

Weitere Informationen: www.afet.de

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