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Superman Jesus?

Ist die Filmfigur Superman mit Jesus Christus vergleichbar? Ja, meint die Produktionsfirma Warner Bros., und bietet in den USA Infomaterial für Pastoren an. Für manche Christen ist das Blasphemie.
Von PRO

Foto: Warner Bros.

Auf der Internetseite www.manofsteelresources.com können sich interessierte Pastoren oder Gruppenleiter Videoclips und Fotos aus dem „Superman“-Film „Man of Steel“ herunterladen, der in Deutschland am 20. Juni in Deutschland Premiere feiert. Verfügbar sind auch (englischsprachige) PDF-Dateien mit Programmabläufen zu Kleingruppentreffen.

In einer Andacht für Kinder wird zum Beispiel die Frage gestellt: „Welche Parallelen siehst du zwischen den Geschichten von Superman und Jesus?“ Richtige Antworten: Beide stammen nicht von der Erde, beide haben außergewöhnliche Fähigkeiten und werden zu einem Symbol der Hoffnung für die ganze Menschheit. Um ins Gespräch zu kommen, biete es sich an, den Film gemeinsam anzuschauen. Eine neunseitige Predigtvorlage trägt den Titel: „Jesus – Der wahre Superheld“.

Manche Geistliche sind empört

In verschiedenen Städten in den USA bietet Warner Bros. sogar spezielle Filmvorführungen für Pastoren an. Diese „Starthilfe für Predigten“ ist nicht ganz uneigennützig, urteilt die Hessische/Niedersächsische Allgemeine: „Die Christen sollen von der Kirchenbank direkt in die Kinosessel gelockt werden.“ Das Blatt kritisiert, dass die im Film dargestellte gewaltsame Lösung von Konflikten nicht im Einklang mit der Botschaft Jesu stünde und verweist auf einen Bericht von CNN, in dem sich Geistliche empört über die aggressive Werbestrategie des Filmstudios äußern.

„Jeder Pastor, der diese Vorlagen und Konzepte für seine Sonntagspredigt benutzt (…), hat wahrscheinlich wenig Vertrauen in die Kraft von Gottes Wort und Gottes Geist“, sagt beispielsweise P. J. Wenzel, ein Diakon und Jugendleiter aus Ohio. Anders sieht das Quentin Scott, Pastor aus Baltimore: Er sei nach anfänglichem Zögern der Einladung zur Filmvorführung für Pastoren gefolgt und habe festgestellt: „Das war die Geschichte von Christus, und die Liebe Gottes wurde in die Erzählung eingebunden.“

Ted Baehr, Gründer der christlichen Filmbewertungsseite Movieguide, erklärte: „Es ist eine sehr gute Sache, dass Hollywood dem christlichen Markt Aufmerksamkeit schenkt. Es wird komisch, wenn die eine Seite versucht, die andere zu manipulieren. Aber hier sind wir in der richtigen Balance, denke ich.“

Autor der christlichen Begleitschriften zu „Man of Steel“ ist  der Universitätsprofessor Craig Detweiler. Er verfasste ähnliche Materialien zu den Filmen „Blind Side – Die große Chance“ und „The Book of Eli“. (pro)

Eine ausführliche Rezension von "Man of Steel" lesen Sie in Kürze auf pro-medienmagazin.de.

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