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Studie: Was Kinder lesen und im Internet machen

Kinder lesen am liebsten Comics, nutzen regelmäßig das Internet und haben immer mehr Taschengeld zur Verfügung. Das sind die Ergebnisse der repräsentativen „KidsVerbraucherAnalyse“ (KidsVA) des Egmont Ehapa Verlags in Berlin.
Von PRO

Foto: Wrangler/fotolia

Die Studie gibt Aufschluss über die Mediennutzung von Kindern in zwei getrennten Altersgruppen. Bei den 6-13-Jährigen stehen Disney-Comics ganz vorne auf der Liste der bevorzugten Medien. So lesen gut 11 Prozent das Micky-Maus-Magazin, 10,1 Prozent Disney Lustiges Taschenbuch (sic!) und 9 Prozent das Donald Duck Sonderheft. Danach folgen das Pferdemagazin Wendy und das Fußballheft Just Kick It. Die ersten vier Plätze werden also von Titeln belegt, die vom Auftraggeber der Studie verlegt werden. Die Top drei sind auch bei Erwachsenen beliebt – bis zu 27,2 Prozent der Eltern lesen die Geschichten aus Entenhausen mit.

4-5-jährige Kinder betrachten am liebsten die gedruckten Versionen von Benjamin Blümchen (11,5 Prozent), Winnie Puuh (10,5 Prozent) und Prinzessin Lillifee (9,4 Prozent). Kinder, die regelmäßig Zeitschriften lesen, sind laut der Studie generell lesefreudiger und wenden mehr Zeit für Mediennutzung auf.

Kinder nutzen das Internet im Vergleich zu den Vorjahren unverändert intensiv: 94 Prozent aller 10-13-Jährigen sind im World Wide Web unterwegs, 49 Prozent von ihnen täglich, 40 Prozent mehrfach pro Woche. Bei den 6-9-Jährigen sind es immerhin 51 Prozent, die regelmäßig das Internet nutzen, aber jeder Zehnte von ihnen geht täglich online, 62 Prozent mehrfach pro Woche.

69 Prozent aller Kinder haben ein Handy

Auf die Frage, was sie im Internet machen, antworteten 44 Prozent der Kinder, sie würden E-Mails schreiben. 36 Prozent hören online Musik, 33 Prozent chatten, 30 Prozent recherchieren für die Schule und 30 Prozent machen kostenlose Online-Spiele. 23 Prozent schauen auch Filme per Online-Stream an.
69 Prozent aller Kinder von 10-13 Jahren besitzen ein Handy, bei den 6-9-Jährigen sind es 27 Prozent. Im Alter von 4-5 Jahren kann immerhin 1 Prozent auf ein eigenes Mobiltelefon zugreifen.

Obwohl Tablet-PCs wie beispielsweise das iPad bei Kindern gefragt sind, lesen 90 Prozent aller Kinder keine elektronischen Bücher. Touchscreen-Computer nutzen sie in erster Linie zum Spielen, aber auch zum Lernen oder Recherchieren. Trotz aller elektronischer Unterhaltungsmöglichkeiten – auch Spielekonsolen sind in vielen Familien beliebt – sind Brettspiele die häufigste Antwort auf die Frage, was sich Kinder zu Weihnachten oder zum Geburtstag wünschen, gefolgt von Kartenspielen, Playmobil bzw. Lego und Puzzlen.

Mädchen lieben Pferde, Jungs Autos

Die Studie von Egmont Ehapa gibt auch Aufschluss über die unterschiedlichen Interessen von Mädchen und Jungen. Aus 22 Alternativen wählten sie recht gegensätzliche Interessengebiete aus. So interessieren sich Mädchen für Tiere (besonders Pferde), Stars, Mode, Freundschaft, Prinzessinnen und Basteln. Jungen bevorzugen Sport, Autos, Detektive, Wissenschaft, Außerirdische und Indianer. Die einzige Überschneidung weiblicher und männlicher Interessen wurde bei Natur und Umwelt festgestellt.

Zu guter Letzt zeigt die KidsVA auch, wie viel Taschengeld junge Leute zur Verfügung haben. Das hat sich im Vergleich zum Vorjahr minimal erhöht: 6-9-Jährige erhalten 19,47 Euro, 10-13-Jährige 34,47 Euro im Monat. Das Geld investieren 66 Prozent der Befragten in Süßigkeiten, 49 Prozent in Comics und 39 Prozent in Eis. Die Eltern geben durchschnittlich 340 Euro pro Jahr für die Bekleidung eines Kindes aus, 152 Euro für Handykosten und 123 Euro für Spielsachen. Hinzu kommen 103 Euro für elektronische Spiele.

Für die repräsentative Studie wurden von Februar bis Mai 2013 1.645 Doppelinterviews der Zielgruppe 6-13 Jahre geführt (jeweils ein Kind und ein Elternteil). Außerdem wurden 382 Elterninterviews für die Gruppe der 4-5-Jährigen geführt. (pro)

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