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Spiel über alternative Realität gewinnt Medienpädagogikpreis

Die Reise zur Phantasiewelt „Utopia“ gewinnt den diesjährigen Dieter-Baacke-Preis. In einer anderen Kategorie ging der Medienpädagogikpreis an ein Fotoprojekt von Flüchtlingen und Senioren.
Von PRO
Der Dieter-Baacke-Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) wird an herausragende medienpädagogische Projekte verliehen
Der Dieter-Baacke-Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) wird an herausragende medienpädagogische Projekte verliehen

Das medienpädagogische Planspiel „Flucht nach Utopia“ wurde in der Kategorie „Projekte von und mit Kindern“ mit dem Dieter-Baacke-Preis ausgezeichnet. In der alternativen Realität des Spiels lernen Schüler, die Folgen digitaler Technologie zu reflektieren. Das Spiel möchte 10- bis 13-Jährige animieren, kreative Lösungswege für Problemstellungen zu finden. Es geht darum, sich in und mit einer vollautomatisierten Welt auseinanderzusetzen. Neben der Vermittlung von technischen Kenntnissen wie dem Programmieren wollen die Gründer des Projektes Kinder ermutigen, eine aktive Rolle in der Gestaltung einer zukünftigen Gesellschaft zu spielen – auch im Hinblick auf ethische Fragen zur Automatisierung. Der Dieter-Baacke-Preis ist insgesamt mit 12.000 Euro dotiert.

In der Kategorie „Projekte von und mit Jugendlichen“ gewann der „Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V. (VAJA)“. Mit Hilfe einer audiovisuellen Fassadeninstallation haben Geflüchtete und Bremer Jugendliche ihre Gemeinsamkeiten zum Ausdruck gebracht. Die entstandene Videoprojektion zeigt gemeinsame Visionen und Wurzeln. Das Projekt „#rootsnvisions/Wurzeln und Visionen“ soll junge Menschen zusammenbringen.

Preisgekrönte Projekte verbinden Generationen

„Living Legends – memory in motion“ von Moviemiento e.V. ist einer der beiden Preisträger in der Kategorie „interkulturelle und internationale Projekte“. In Filmwerkstätten auf der ganzen Welt sammeln Jugendliche Erzählungen von älteren Menschen. Diese werden dann künstlerisch in Storyboards und Animationsfilmen umgesetzt. Living Legends soll dafür eine digitale Plattform bilden. Der zweite Preisträger ist das Projekt „NeoEnkel“ der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW e.V. Flüchtlinge und Senioren, die mehrere Monate unter einem Dach gelebt haben, tauschten sich in dieser Zeit über ihre Erlebnisse aus. Mit Hilfe von digitalen Bildern auf der einen und analoge Fotoalben auf der anderen Seite konnte eine Brücke zwischen beiden Generationen geschlagen werden.

In einer weiteren Kategorie ging es um Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter. Der Gewinner ist „Spielerratgeber-NRW“ der Fachstelle für Jugendmedienkultur. Bereits seit 2005 testen im Rahmen des Projekts Jugendliche digitale Spiele und rezensieren diese. Verschiedene Institutionen wie Jugendhilfe oder Schulen sollen so zusammen arbeiten und die Kritikfähigkeit der jungen Gamer ausbilden.

Die eigene Umgebung wahrnehmen

Kindern mit Hilfe einer App die eigene Stadt näher zu bringen, ist das Ziel von „#stadtsache“. Die Kinder können die App selbst erweitern und mit Fotos oder Tonaufnahmen, beispielsweise von Spielplätzen, ergänzen. Sie sollen lernen, dass das Smartphone mehr als nur ein Spielzeug sein kann und gleichzeitig ihre Umgebung besser wahrnehmen.

Der Dieter-Baacke-Preis ist nach dem früheren Bielefelder Pädagogikprofessor und Vorsitzenden der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) benannt, der 1999 verstarb. Mit dem Preis zeichnen die GMK und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2001 herausragende medienpädagogische Projekte außerschulischer Träger oder Kooperationen mit Schulen aus.

Weitere ausgezeichnete Projekte gibt es auf der Webseite des Dieter-Baacke-Preises.

Von: Martin Schlorke

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